8. Storytausch mit Dietmar Wischmeyer

Wir sind total glücklich über die Zusage von Dietmar Wischmeyer, das nächste Storytausch-Projekt gemeinsam mit der Schreibwerkstatt zu gestalten.

Anfang Dezember saßen die Teilnehmer zusammen und diskutierten intensiv über Vorgehensweise und Inhalt der Geschichte.

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Mittlerweile ist der Storytausch so beliebt, dass die Zahl der Teilnehmer von Jahr zu Jahr wächst. Die Zusage Dietmar Wischmeyers hat natürlich auch großes Aufsehen erregt und so sind wir nun bei 22 Schreibwütigen angelangt. Ich könnte ja auch eine Obergrenze setzen, aber ich halte es lieber mit Angela Merkel nach dem Motto: „Wir schaffen das!“
Was wir aber zeitlich nicht schaffen – eine Vorgehensweise wie sonst, dass einer nach dem anderen an der Reihe wäre. Deswegen ist es ratsam, die Strategie von Alf Ator zu wiederholen. Es muss ein Szenario geben, zu dem alle 22 Teilnehmer unabhängig voneinander mit ihrem Text beitragen können. Ihre Rolle wäre, diese auf dem roten Faden aufzufädeln.
Hier nun die inhaltlichen Vorschläge, die gestern gemacht wurden und von allen mitgetragen werden. Es gab noch weitere, die aber nicht von der Mehrheit akzeptiert wurden.

Als Schauplatz wurde ein Ort favorisiert, der einem Gefängnis / Psychiatrie / Anstalt oder alles in einem gleichkommt. Dort leben zu können, könnte erstrebenswert sein, um gesellschaftlichen Problemen zu entfliehen, so dass sich manche selber einweisen und / oder sich dafür bewerben müssen. Der Wärter / Direktor / Psychologe ist die Instanz, die darüber entscheidet, wer bleiben darf bzw. die Wertigkeit der Insassen und über deren weiteres Schicksal  bestimmt. Die Rollen bzw. Figuren der Insassen  wären noch festzulegen. Jeder der Teilnehmer würde schreibend in die Rolle einer der Figuren schlüpfen. Die Rolle Dietmar Wischmeyers wäre die des Wärters / Direktors / Psychologen.

Weiterhin kam ein anderer Schauplatz ins Spiel, ähnlich dem Wincester-House. https://www.erkunde-die-welt.de/2016/02/05/winchester-mystery-house/

Der Hausherr lädt 22 Personen zu einer angeblichen Party ein, hat aber die Absicht, diese zu bestrafen / umzubringen / verschwinden zu lassen. Es sind Menschen, die ihn in ihrem Verhalten schon immer zur Weißglut getrieben haben. Es wird also eine Mordsparty, was auch als Titel dienen könnte. Zugegeben, das erinnert sehr an Agatha Christie.
Jeder Gast wird von einem der Schreiberlinge auf dieser Odyssee begleitet, Dietmar Wischmeyer müsste schreibend in die Rolle des Hausherrn schlüpfen. Die Lokalität könnte von außen auch ganz normal aussehen, würde aber in ihrem Inneren viele Überraschungen bereithalten.
Es gab auch die Idee, dass immer zwei eine Figur konkretisieren und dann jeder für sich die Erlebnisse dieser Figur beschreibt.
Zeitform: Präsens
Nun sind wir gespannt, was Herr Wischmeyer dazu sagt. Wir denken, dass ihm damit auf jeden Fall Spielraum für politische Satire bleibt.
Es wäre auch gut, wenn wir im Januar loslegen könnten, jeder mit seinem Insassen / Partygast.

Es gibt auch die Idee seitens des Managements Dietmar Wischmeyers, eine Kooperation mit RadioEins in Erwägung zu ziehen. Es wird auf jeden Fall ein aufregendes Jahr: Storytauschtradition mit neuem Schwung und Wischmeyerschem  Biss!