Der Dudenkorpus

15 Schreibwillige hatten sich wieder versammelt zur monatlichen Schreibwerkstatt in der Mark-Twain-Bibliothek. Zuerst probierten wir ein neues Spiel aus:

Bring your own Book

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Hat Spaß gemacht, ist aber besser in kleineren Runden zu spielen. Dann sollte aber auch was geschrieben werden, schließlich sind wir keine Spielwerkstatt!

Grundlage für die Aufgabe war das kleine Büchlein „Sprache in Bildern“, das es in sich hat.

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In optisch sehr ansprechend gestalteten Infografiken wird Spannendes rund um das Thema Sprache vermittelt. Der  Klappentext bringt es auf den Punkt:

„Welche Sprachen haben die meisten Sprecher? Wie buchstabiert man vorschriftsmäßig? Welche Wörter wurden wann in den Duden aufgenommen und welche wurden rausgeworfen? Wie nennen die Deutschen am häufigsten ihre Kindern, Hunde und Katzen? Was sagen die Wörter des Jahres über unsere Gesellschaft?

Überraschende, lustige und skurrile Fakten über die deutsche und andere Sprachen hat das Team von Golden Section Graphics in Grafiken übersetzt. So ist ein ungewöhnliches Buch entstanden, das eine ganz neue Perspektive eröffnet. Sprache ohne Sprache – das geht!“

Wir haben uns in der Februar-Schreibwerkstatt den häufigsten Wörtern in deutschsprachigen Texten gewidmet. Auch dazu gibt es in dem Buch eine Übersicht: 80 Substantive, 80 Verben und 80 Adjektive.

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Die Schreibaufgabe bestand darin, unter Verwendung fast ausschließlich dieser Wörter eine Geschichte zu schreiben. Das war gar nicht so einfach, aber es sind beeindruckende Texte entstanden, die man hier nachlesen kann:

Die häufigsten Wörter in deutschsprachigen Texten in einer Geschichte

Es folgten eigene Texte, die zur Diskussion gestellt wurden. Besonders die unserer „Neuzugänge“ waren von ganz besonderer Tiefe.

Den Abschluss bildete wie immer die Werwolfrunde. Wer einmal mitgespielt hat, ist für immer infiziert!

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Die Maschine steht still

Neues Jahr – neues Werwolfspiel – neue Ideen!

Das erste Treffen der Schreibwerkstatt in diesem Jahr war in vielerlei Hinsicht anders als gewohnt. Zunächst hielt Oliver einen Kurzvortrag über Haikus, eine japanische Gedichtform. Der Einfachheit halber ganz klassisch und oldschool an einer Kreidetafel:

So ruhig war es schon lange nicht mehr in der Schreibwerkstatt, Oliver hatte die volle Aufmerksamkeit. Das schaffe ich nie! Anschließend probierten wir das natürlich gleich in zwei Runden aus und merkten, wie schwer es ist, den 5-7-5 Silbenrhythmus einzuhalten. Hier sind Kostproben von Haikus zum Thema „Schreiben“:

Gedanken und mehr
bringe ich nun zu Papier
Gefühl ist dabei
(Johanna)

Worte auf Papier
und die Sterne in der Nacht
helfen verstehen

Vielerlei Köpfe
kreative Lautstärke da
farbenfrohes rund
(Henriette)

Kreativität
nichts als reine Gedanken
Hypnose der Wand
(Gesine)

Zwischen den Welten
sind wir auf ewig verbunden
und doch weit entfernt

Der Stift in der Hand
Die geschriebenen Wörter
auf dem leeren Blatt

Werwolf spielen wir
jemand zieht eine Karte
ich gucke ihn an
(Oliver)

Der Stift liegt ruhig
in der Hand eines Schreibers
Die Fantasie schreibt

Ich hab im Leben
drei Gedichte geschrieben
das sollte reichen
(Andreas)

Einfach anfangen
Gedanken fließen lassen
stolz und glücklich sein
(Renate)

Buchstaben, Silben
Worte formulieren
Gedanken, Gefühle
(Heike)

Nun wollten wir unbedingt das neue Werwolfspiel ausprobieren:

So richtig klargekommen sind wir damit allerdings nicht. Im Vergleich zum klassischen Spiel empfanden wir dieses ziemlich langweilig. Das kann allerdings auch an meinen rudimentären Spielleiterkünsten gelegen haben.

Damit nicht genug, machten wir uns danach auf den Weg in das Lichtenberger Theater an der Parkaue, um uns das Stück „Die Maschine steht still“ anzusehen.

Grundlage dafür war die gleichnamige Science-Fiction-Kurzgeschichte von E.M. Foster, die 110 Jahre alt ist.

Sie spielt in einer Welt, in der die Menschheit unterirdisch lebt und auf eine gigantische Maschine zur Erfüllung ihrer Bedürfnisse angewiesen ist, sagt neue Techniken wie das Internet und Social Media voraus. Ziemlich schwere Kost in der Bühnenfassung von Evy Schubert. Das Stück ist ihre erste Produktion an der Parkaue. Vorher arbeitete sie unter Frank Castorf an der Volksbühne.

Unser nächstes Treffen findet wie gewohnt am nächsten ersten Samstag statt: 03.02.2018.

 

 

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Auf den Spuren deines Lebens: gemeinsame Lesung der beiden Schreibwerkstätten

 Eröffnung der Lesung

In der Mark Twain Bibliothek gibt es seit mehreren Jahren auch eine Schreibwerkstatt für Erwachsene. Gestern fand erstmalig eine gemeinsame Lesung mit der Schreibwerkstatt für die Jugendlichen statt. Es war ein durchschlagender Erfolg! Mehr als 30 Interessierte folgten der Einladung und lauschten den beeindruckenden Texten. Auch musikalische Begabungen wurden offenbart. Oliver Richter gab Kostproben aus seinem Gesangs-Repertoire.

Die Gäste konnten sich auf den Nachhauseweg einen Wunsch mitnehmen, schriftlich formuliert von den Jugendlichen und als kleine Geschenkrolle verpackt. Alle gingen beschwingt und voll des Lobes von dannen. Dem Ruf nach Wiederholung werden wir gerne folgen!

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2. Lesenacht an der M8

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Vier Leseorte – vier Themen – 14 Autoren – vier Künstlerinnen – vier Verlage

Samstag, 20.01.2018 von 19 – 23 Uhr

An vier Leseorten verführen Sie jeweils drei Autoren für 45 Minuten an jedem dieser Orte in die Welt der Literatur. Und das auf unterschiedlichste Weise. Im FELIX-Punkt-Club erwarten Sie die Couchpoetos mit Poetry-Slam. In der Golferia knistert es erotisch. In den Räumlichkeiten der Tanzschule wird es heiß vor Spannung und im Autohaus Koch darf herzhaft gelacht werden, auch über meine Freundin und Kollegin Kerstin Morgenstern und mich. Wir sind ein Teil des Programms uns werden aus unserem Minibuch Stilblüten aus dem Bibliotheksalltag zum besten geben.

Beginnen Sie am Lese-Ort Ihrer Wahl Ihre ganz persönliche Lesenacht!

Es gibt Pausen, in denen Sie den Lese-Ort wechseln oder einfach beim Thema bleiben können. Sie haben die Gelegenheit, an ungewohnten Orten zu flanieren, zu lauschen und dazwischen über das Erlebte zu plaudern.

An allen Lese-Orten werden erfrischende und schöngeistige Getränke angeboten, aber auch Bücher und CD’s zum Kauf.

Eintrittskarten an allen Leseorten, einmal Eintritt für alle Leseorte 8,00 €.

Mehr Informationen unter www.lesenacht-an-der-m8.de

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Diskutieren will gelernt sein!

Das heutige Treffen stand ganz im Zeichen des nächsten Storytauschs mit Dietmar Wischmeyer. Wir diskutierten fast zwei Stunden über Art, Ablauf und Inhalt der zukünftigen Geschichte. Nun hat unser Co-Autor das letzte Wort. Außerdem bereiteten wir die gemeinsame Lesung am 15.12. um 18 Uhr in der Mark-Twain-Bibliothek mit der Schreibwerkstatt des Schreibhain unter Tanja Steinlechner vor. War wieder eine große und lustige Runde!

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Storytausch-Geschichte für eReader

Gerade eben erfolgreich getestet:

Die PDF-Version der neuesten Storytausch-Geschichte mit Co-Autor Alf Ator ist eReader-tauglich und dort wie ein eBook zu lesen. Schriftgröße und -art variabel, man kann wechseln zwischen TXT und PDF. Bei letzterem sind auch die Illustrationen gut sichtbar. Probiert es doch mal aus! Eine super Vorbereitungsmöglichkeit auf die Lesung am 24.11.2017 um 18 Uhr in der Mark-Twain-Bibliothek!

Einfach downloaden und rüberziehen auf den eReader:

Zwischen Türen – Geschichte

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4. BuchBerlin – die Berliner Buchmesse

Die Schreibwerkstatt ist mit einer Lesung dabei! Es werden kurze Texte aus der Werkstatt und den bisher erschienenen Büchern vorgestellt.

26.11.2017 um 12:40 Uhr im ESTREL, Sonnenallee 225, 12057 Berlin

Zur Webseite der Buchmesse

 

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