Bibliothekarin läuft durch Berlin

Seit 2026 gehöre ich zu der Bevölkerungsgruppe, die angeblich nie Zeit hat, gleichzeitig aber beteuert, wie schön es ist, nichts mehr zu müssen und vor allem ausschlafen zu können. Da ich mich im Laufe meiner 66 Lebensjahre gut kennenlernen konnte, habe ich die berechtigte Befürchtung, dass ich nach dem Aufstehen und ausgiebigem Frühstück den Tag bis abends pläneschmiedend im Nachthemd verbringen werde, verwundert, dass der Tag schon wieder rum ist. Deswegen wusste ich schon lange vorher:

ICH BRAUCHE EINEN EHRGEIZIGEN PLAN.

Zu Hilfe kam mir ein Zeitungsartikel, der von einem jungen Mann berichtete, welcher alle Straßen New Yorks abgelaufen ist. Das war der Schlüsselmoment, in dem mein Projekt in meinem Kopf geboren wurde und mich nicht mehr losließ:

ICH LAUFE DURCH ALLE STRASSEN BERLINS.

Der Plan nahm konkrete Formen an und wurde von mir hemmungslos bei jeder Gelegenheit ausposaunt. Spätestens seit dem Beitrag auf rbb 24 wussten so viele davon, dass ich nicht mehr kneifen konnte und nun sozusagen in der Pflicht bin! Genau das brauche ich – einen Antrieb, eine Verpflichtung, wenn auch nur mir selbst gegenüber.

Seit Januar 2026 übe ich mit Begeisterung meinen neuen „Job“ als Straßenwanderin aus. Egal, welches Wetter draußen ist – ich muss zur Arbeit! Dienstag und Donnerstag sind meine Wandertage, Montag, Mittwoch und Freitag dienen der Vor- und Nachbereitung. Bevor ich jeweils starte, sind folgende Fragen zu klären:

  • Was möchte ich alles erkunden in den Straßen?
  • Welches Wissen kann ich mir vorher schon aneignen?
  • Welche Straßen wähle ich aus für die nächste Tour?
  • Welche Route nehme ich?
  • Wer aus meinem Bekanntenkreis wohnt dort, wo ich langlaufe? Melde ich mich vorher?
  • Auf welchen Social-Media-Kanälen berichte ich darüber?
  • Was genau und wie werde ich alles dokumentieren?

Die Frage, ob daraus ein Buch entstehen könnte, steht im Raum.

Hier ist das Tor zur Projektdokumentation:

  • Die Beschreibungen der einzelnen Wandertage erscheinen als Beiträge im Blog.
  • Der Monatsvorschau könnt ihr meine Pläne für die nächsten Wochen entnehmen.
  • Auch die schon gelaufenen Straßen und überquerten Brücken sind einsehbar.

Wer nichts verpassen möchte, kann hier ganz unkompliziert und kostenlos die Zustellung der Beitragsvorschau per Mail abonnieren:

Bleibt dran! Und wenn ihr dort wohnt, wo ich mich gerade rumtreibe, etwas zu erzählen habt über euren Kiez und mitlaufen wollt, schreibt mir. Ich freue mich!

rbb-Abendschau-Beitrag vom 19.02.2026: