Workshops im Umweltbildungszentrum

Zur Internationalen Gartenausstellung Berlin 2017 war das Umweltbildungszentrum im Kienbergpark ein idealen Lernort für gemeinsame Erfahrungen und lebensnahe Wissensvermittlung. Nach einem erfolgreichen Jahr mit mehr als 50.000 Besuchen von Schüler/-innen und Lehrer/-innen wird die Grün Berlin GmbH das Bildungsprogramm im Umweltbildungszentrum Kienbergpark ab Mai fortsetzen. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem von uns organisierten Schreibwettbewerb „Oasen der Großstadt“ kam Ulrich Nowikow, Koordinator für die Veranstaltungen des Umweltbildungszentrums auf uns zu mit dem Angebot, Workshops durchführen zu können. Zwei Teilnehmerinnen der Schreibwerkstatt – Maja Fürst und Vivian Nestler konnten sich das gut vorstellen und werden ab 14.05.2018 an mehreren Terminen mit Schulklassen kreatives Schreiben ausprobieren.

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Das komplette Angebot finden Sie im Veranstaltungskalender auf der Webseite von Grün Berlin GmbH.

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Krimidinner

Die April-Werkstatt stand ganz im Zeichen des Krimidinners, das Cassy sehr liebevoll bis ins kleinste Detail vorbereitet hatte. An alle Eventualitäten war gedacht bis hin zu den Kochutensilien. Sie hatte alles dabei. Besonders beeindruckt haben mich die selbst gebastelten Schachteln und deren Inhalte, die Hinweise auf die jeweiligen Charaktere geben sollten.

Wir waren insgesamt 19 Personen, eine große Herausforderung für die Spielleiterin. Sie hatte wegen des großen Interesses zwei parallel laufende Spielabläufe organisiert.

Ich erklärte mich bereit zur Küchenkoordinatorin, versuchte alle zu beschäftigen mit Gemüseschnippeln,

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kümmerte mich um die Töpfe auf dem Herd und den Geschirrtransport aus und in die Küche bzw. Spülmaschine. Da ich deswegen viel vom eigentlichen Spielablauf verpasste und stellenweise gar nicht wusste, was da gerade passiert, habe ich Cassy gebeten, ihre Spielanleitung mal aufzuschreiben. Hier ist sie:

Herzlich willkommen beim Krimi-Dinner!

 Wir fangen gleich mit dem ersten Gang an.

Salat (Feldsalat, Dressing, Zwiebeln und Mais)

 Danach wird gegessen, beim Essen erkläre ich dann alles.

 Also, jetzt kommen wir zum Krimiteil. Unter euren Stühlen findet ihr kleine Briefe mit den Rollen.

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Wir spielen in zwei Gruppen. Die erste Gruppe wird im ersten Stock spielen, die zweite im dritten Stock und der zweite Stock ist geteilt. Dort befinden sie die separaten Tatorte, die ihr aber vorerst nicht betreten dürft. Gruppe 1 sucht nach kleinen Kartons, die so aussehen (zeigen). Gruppe 2 dagegen sucht nach Tüten (auch zeigen).

Jetzt kommen die Joker. Jeder hat zwei Joker. Den ersten könnt ihr einlösen, wenn ihr euren Karton oder eure Tüte nicht findet. Ich werde euch dann ein wenig helfen. Zu dem zweiten Joker kommen wir später.

Wir gehen bei der Falllösung allerdings nach Motiven und geringen Beweisen, da das mit dem Alibi nicht ganz klappt.

 Wenn alle ihre Sachen gefunden haben, geht es zum zweiten Gang.

 Spaghetti alá Cassy (Spaghetti, Tomaten, Karotten, Paprika, Rucola, Reibekäse)

Nach dem zweiten Gang darf weiterermittelt werden. Hier könnt ihr euren zweiten Joker benutzen. Ich hole die Detektive nacheinander zu mir und möchte wissen, was sie über ihren Charakter wissen. Wenn sie wollen, kann ich ihnen noch weitere Infos über ihre Charaktere geben. Wenn ich alle bei mir hatte, dürfen sie zum Tatort. Nachdem der Tatort inspiziert wurde, gibt es Kuchen, den ich mitgebracht habe.

Währenddessen verstecke ich die Uhr bei den CDs von den 3 !!!. Ich klebe sie an die Rückseite.

Danach geht es in die dritte Runde.

Marmorkuchen, gebacken von Cassy

Ich frage dann in die Runde, wer denkt, wer der Täter ist. Wer Janette oder Clemens sagt, ist weiter und darf sich auf die Suche nach der Uhr begeben. Wenn ein „Clemens“ sie findet, hat jeder verloren. Nur eine „Janette“ kann gewinnen. Wenn diese die Uhr findet, ist sie der Gewinner.

Erschwerend kam hinzu, dass ich pünktlich um 18:30 Uhr das Segel streichen musste, weswegen wir unter einem enormen Druck standen. Zum Schluss hin wurde es dadurch sehr wuselig, aber es hat allen großen Spaß gemacht!

Wer noch ein paar Fotos dazu anschauen möchte, kommt hier zum Fotoalbum.

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Steckbriefe und Lost Places

Das Märztreffen der Schreibwerkstatt war so gefüllt mit Aktivitäten, dass wir gar keine Zeit mehr zum Werwolfspielen hatten! Das gabs schon lange nicht mehr. Zunächst sollte eine Personenbeschreibung erfolgen, so präzise wie möglich. Dazu wählte sich jeder ein Gegenüber aus und versuchte, so viel wie möglich Details darin unterzubringen. Ziel war, dass anhand dieser Merkmale daraus ein Phantombild gezeichnet werden sollte, nachdem die Blätter gemischt und neu verteilt worden waren.

Große Heiterkeit war hier vorprogrammiert. Nun gingen die Blätter nochmal rum und jeder sollte unter das Foto den Namen desjenigen schreiben, den er hier zu erkennen vermeinte. Und tatsächlich stimmte es fast immer! Das bedeutet ja wohl, dass wir alle tatsächlich so ähnlich aussehen:

Zur Entspannung schoben wir nun zwischendurch eine Vorleserunde eigener Texte ein und diskutierten darüber, bevor die zweite Schreibrunde in Gang gesetzt wurde. Alle hatten die Aufgabe, sich die neue Ausstellung in der Bibliothek anzuschauen – Lost-Places-Fotos von Daniel Anhut. Schnell war klar, wer welches Foto bevorzugte, um daraus eine Gruselgeschichte zu entwickeln. Die zur Verfügung gestellten Textbausteine konnten, mussten aber nicht dabei verarbeitet werden. Die konzentrierte Stille zeugte davon, dass das Gedankenkarussell sich in den meisten Köpfen in Bewegung gesetzt hatte.

Nach ca. 30 Minuten waren die meisten fertig und lasen sich gegenseitig die gruseligen Geschichten vor. Mittlerweile sind sie alle abgetippt und Bildergebnis für pfeil nach rechts hier nachzulesen. Daniel Anhut hat sich riesig gefreut, dass seinen Fotos solche Aufmerksamkeit gewidmet wurde.

Nun freuen wir uns auf den 17. März, denn da fahren wir mit einem eigenen Bus zur Leipziger Buchmesse!

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Der Dudenkorpus

15 Schreibwillige hatten sich wieder versammelt zur monatlichen Schreibwerkstatt in der Mark-Twain-Bibliothek. Zuerst probierten wir ein neues Spiel aus:

Bring your own Book

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Hat Spaß gemacht, ist aber besser in kleineren Runden zu spielen. Dann sollte aber auch was geschrieben werden, schließlich sind wir keine Spielwerkstatt!

Grundlage für die Aufgabe war das kleine Büchlein „Sprache in Bildern“, das es in sich hat.

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In optisch sehr ansprechend gestalteten Infografiken wird Spannendes rund um das Thema Sprache vermittelt. Der  Klappentext bringt es auf den Punkt:

„Welche Sprachen haben die meisten Sprecher? Wie buchstabiert man vorschriftsmäßig? Welche Wörter wurden wann in den Duden aufgenommen und welche wurden rausgeworfen? Wie nennen die Deutschen am häufigsten ihre Kindern, Hunde und Katzen? Was sagen die Wörter des Jahres über unsere Gesellschaft?

Überraschende, lustige und skurrile Fakten über die deutsche und andere Sprachen hat das Team von Golden Section Graphics in Grafiken übersetzt. So ist ein ungewöhnliches Buch entstanden, das eine ganz neue Perspektive eröffnet. Sprache ohne Sprache – das geht!“

Wir haben uns in der Februar-Schreibwerkstatt den häufigsten Wörtern in deutschsprachigen Texten gewidmet. Auch dazu gibt es in dem Buch eine Übersicht: 80 Substantive, 80 Verben und 80 Adjektive.

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Die Schreibaufgabe bestand darin, unter Verwendung fast ausschließlich dieser Wörter eine Geschichte zu schreiben. Das war gar nicht so einfach, aber es sind beeindruckende Texte entstanden, die man hier nachlesen kann:

Die häufigsten Wörter in deutschsprachigen Texten in einer Geschichte

Es folgten eigene Texte, die zur Diskussion gestellt wurden. Besonders die unserer „Neuzugänge“ waren von ganz besonderer Tiefe.

Den Abschluss bildete wie immer die Werwolfrunde. Wer einmal mitgespielt hat, ist für immer infiziert!

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Die Maschine steht still

Neues Jahr – neues Werwolfspiel – neue Ideen!

Das erste Treffen der Schreibwerkstatt in diesem Jahr war in vielerlei Hinsicht anders als gewohnt. Zunächst hielt Oliver einen Kurzvortrag über Haikus, eine japanische Gedichtform. Der Einfachheit halber ganz klassisch und oldschool an einer Kreidetafel:

So ruhig war es schon lange nicht mehr in der Schreibwerkstatt, Oliver hatte die volle Aufmerksamkeit. Das schaffe ich nie! Anschließend probierten wir das natürlich gleich in zwei Runden aus und merkten, wie schwer es ist, den 5-7-5 Silbenrhythmus einzuhalten. Hier sind Kostproben von Haikus zum Thema „Schreiben“:

Gedanken und mehr
bringe ich nun zu Papier
Gefühl ist dabei
(Johanna)

Worte auf Papier
und die Sterne in der Nacht
helfen verstehen

Vielerlei Köpfe
kreative Lautstärke da
farbenfrohes rund
(Henriette)

Kreativität
nichts als reine Gedanken
Hypnose der Wand
(Gesine)

Zwischen den Welten
sind wir auf ewig verbunden
und doch weit entfernt

Der Stift in der Hand
Die geschriebenen Wörter
auf dem leeren Blatt

Werwolf spielen wir
jemand zieht eine Karte
ich gucke ihn an
(Oliver)

Der Stift liegt ruhig
in der Hand eines Schreibers
Die Fantasie schreibt

Ich hab im Leben
drei Gedichte geschrieben
das sollte reichen
(Andreas)

Einfach anfangen
Gedanken fließen lassen
stolz und glücklich sein
(Renate)

Buchstaben, Silben
Worte formulieren
Gedanken, Gefühle
(Heike)

Nun wollten wir unbedingt das neue Werwolfspiel ausprobieren:

So richtig klargekommen sind wir damit allerdings nicht. Im Vergleich zum klassischen Spiel empfanden wir dieses ziemlich langweilig. Das kann allerdings auch an meinen rudimentären Spielleiterkünsten gelegen haben.

Damit nicht genug, machten wir uns danach auf den Weg in das Lichtenberger Theater an der Parkaue, um uns das Stück „Die Maschine steht still“ anzusehen.

Grundlage dafür war die gleichnamige Science-Fiction-Kurzgeschichte von E.M. Foster, die 110 Jahre alt ist.

Sie spielt in einer Welt, in der die Menschheit unterirdisch lebt und auf eine gigantische Maschine zur Erfüllung ihrer Bedürfnisse angewiesen ist, sagt neue Techniken wie das Internet und Social Media voraus. Ziemlich schwere Kost in der Bühnenfassung von Evy Schubert. Das Stück ist ihre erste Produktion an der Parkaue. Vorher arbeitete sie unter Frank Castorf an der Volksbühne.

Unser nächstes Treffen findet wie gewohnt am nächsten ersten Samstag statt: 03.02.2018.

 

 

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Auf den Spuren deines Lebens: gemeinsame Lesung der beiden Schreibwerkstätten

 Eröffnung der Lesung

In der Mark Twain Bibliothek gibt es seit mehreren Jahren auch eine Schreibwerkstatt für Erwachsene. Gestern fand erstmalig eine gemeinsame Lesung mit der Schreibwerkstatt für die Jugendlichen statt. Es war ein durchschlagender Erfolg! Mehr als 30 Interessierte folgten der Einladung und lauschten den beeindruckenden Texten. Auch musikalische Begabungen wurden offenbart. Oliver Richter gab Kostproben aus seinem Gesangs-Repertoire.

Die Gäste konnten sich auf den Nachhauseweg einen Wunsch mitnehmen, schriftlich formuliert von den Jugendlichen und als kleine Geschenkrolle verpackt. Alle gingen beschwingt und voll des Lobes von dannen. Dem Ruf nach Wiederholung werden wir gerne folgen!

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2. Lesenacht an der M8

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Vier Leseorte – vier Themen – 14 Autoren – vier Künstlerinnen – vier Verlage

Samstag, 20.01.2018 von 19 – 23 Uhr

An vier Leseorten verführen Sie jeweils drei Autoren für 45 Minuten an jedem dieser Orte in die Welt der Literatur. Und das auf unterschiedlichste Weise. Im FELIX-Punkt-Club erwarten Sie die Couchpoetos mit Poetry-Slam. In der Golferia knistert es erotisch. In den Räumlichkeiten der Tanzschule wird es heiß vor Spannung und im Autohaus Koch darf herzhaft gelacht werden, auch über meine Freundin und Kollegin Kerstin Morgenstern und mich. Wir sind ein Teil des Programms uns werden aus unserem Minibuch Stilblüten aus dem Bibliotheksalltag zum besten geben.

Beginnen Sie am Lese-Ort Ihrer Wahl Ihre ganz persönliche Lesenacht!

Es gibt Pausen, in denen Sie den Lese-Ort wechseln oder einfach beim Thema bleiben können. Sie haben die Gelegenheit, an ungewohnten Orten zu flanieren, zu lauschen und dazwischen über das Erlebte zu plaudern.

An allen Lese-Orten werden erfrischende und schöngeistige Getränke angeboten, aber auch Bücher und CD’s zum Kauf.

Eintrittskarten an allen Leseorten, einmal Eintritt für alle Leseorte 8,00 €.

Mehr Informationen unter www.lesenacht-an-der-m8.de

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