Typisch deutsche Titel

Seit dem 20. August sind sie bekannt – die 20 Titel der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2019. Junge Leute gehören nicht unbedingt zu der sich dafür interessierenden Lesergruppe bzw. wissen gar nicht, dass es diesen Preis gibt. Ein guter Grund, sich mal auf andere Weise diesen Büchern zu nähern. Die Coverbilder wurden vor der Schreibgruppe ausgebreitet und jeder sollte sich einen Titel raussuchen mit dem Auftrag, ihn als Überschrift für eine Geschichte zu verwenden. Ziemlich ratlos wurden die Bildchen hin und her geschoben, es gab kein Buch, das sofort Anklang fand. „Das sind irgendwie so typisch deutsche Titel…“, sagte eine Teilnehmerin und meinte damit „langweilig“. So machte man aus der Not eine Tugend und wählte die Überschriften aus, die man vielleicht doch irgendwie verwenden konnte.

Und das sind die Geschichten dazu:

20190901_160138 Nicht wie ihr 

20190901_160151 Eine untalentierte Lügnerin

20190901_160203 Gelenke des Lichts (Variante 1)

              Gelenke des Lichts (Variante 2)

20190901_160217 wird nachgereicht

20190901_160230 Die Leben der Elena Silber

Danach machten wir eine faszinierende Entdeckung, als wir das Spiel „Table Talk“ ausprobierten. Es beinhaltet viele, sehr originelle philosophische Fragen rund um das Leben.

Eine Frage („Nur durch Erfahrung wird man klug. Inwieweit stimmst du diesem Gedanken zu?“) genügte, eine sehr anregende Diskussion auszulösen und wir merkten, dass uns das sehr gut tut und es offenbar genau das ist, was wir momentan brauchen – vielleicht als Ablösung des Werwolf-Spiels? Auf jeden Fall wird „Table Talk“ bei den nächsten Workshops immer bereit stehen!

Beelitz-Heilstätten

Am 17.08.2019 fuhren wir mit der Regionalbahn nach Beelitz-Heilstätten. Auf das Gelände wurden wir aufmerksam, weil dieser Ort immer wieder in Zusammenhang mit Euthanasie erwähnt wird. Allerdings erfuhren wir während des Rundganges von unserem Guide, dass es dafür keinerlei Nachweise gäbe. Im Gegenteil – die Heilstätten wurden Ende des 19. Jahrhunderts für lungenkranke Berliner aus prekären Verhältnissen erbaut.  Die Landesversicherungsanstalt Berlin finanzierte aufgrund der sauberen Landluft im Beelitzer Wald einen gigantischen Krankenhauskomplex; mit Sanatorien, Chirurgie und Lungenheilstätten, inklusive riesiger Liegehallen (zur Behandlung von Tuberkulose gehörte damals eine sog. „Liegekur“, also das stille Herumliegen an der frischen Luft). Im 1. Weltkrieg wurden die Heilstätten zum Lazarett umfunktioniert. Später zwischen 1933 und 1945 sollen dann allerdings medizinische Versuche an Menschen durchgeführt worden sein. Danach nutzten es die Russen als Militärhospital und sperrten weite Teile ab, bis sie nach der Wende 1994 das Gelände verließen. Ab diesem Zeitpunkt begann der Verfall. Vandalismus kam noch hinzu. Nun gibt es ein Nutzungskonzept für Wohnungen und Gewerbe, mit dem teilweise schon begonnen wurde. Aber auch viele Touristen werden angelockt durch den Baumkronenpfad und den Barfußpfad. Wir haben alles ausprobiert und waren begeistert. Zuerst bei der Führung viel erfahren zur Geschichte des Geländes, dann zwischen Baumwipfeln und über den Ruinen lustwandeln und danach 3,5 km barfuß durch den Wald wandern. Ein ausgefüllter, erlebnisreicher Tag!

Anagramme und Fontane

Nach einem Besuch der Neuruppiner Leitausstellung zum 200. Geburtstag Fontanes bin ich infiziert und missioniere seitdem alle, die mir über den Weg laufen in der Hoffnung, auch bei anderen Begeisterung für diesen Meister der Wortakrobatik zu wecken. Bekannt für seine ungewöhnlichen, amüsanten und auch manchmal bissigen Wortkombinationen, hat seine Geburtsstadt genau diese Wörter, genannt „Klexchen“ zum dominierenden Teil der Ausstellung gemacht und damit deren Besuch zu einem großartigen Vergnügen, bei dem man so ganz nebenbei Fontane und auch das idyllische Städtchen Neuruppin kennenlernt. Große Empfehlung!

Es gibt eine Liste dieser 500 Klexchen, die ich für meine Schreiberlinge zum Mitnehmen und zur Inspiration ausgedruckt habe:500 Wörter

Eine weitere Entdeckung inspirierte mich zu einer Schreibaufgabe für die Gruppe. Ein Termin in Charlottenburg führte mich zum S-Bahnhof Messe Nord. Dessen Empfangsgebäude ist mit Anagrammen zu Charlottenburger Ortsteilen gefliest. Hier ein Beispiel:

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Ich dachte mir – das können wir auch! Also grübelten wir, was man aus den Buchstaben der Wörter Kienberg, Kaulsdorf, Wuhletal usw. neu erschaffen kann.

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Gar nicht so einfach! Mit Hilfe von einzelnen Buchstaben, die wir auf dem Tisch hin und her schieben konnten, gabs dann doch einige interessante Ergebnisse:

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Weiter gings mit zwei beliebten Umknickspielen, die große Kreativität erfordern und Heiterkeit im Anschluss garantieren:

Erzählspiel als Umknickspiel

Umknickspiel mit Wörtern als Satzopener

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Wieder ein schöner Nachmittag, abgerundet durch das obligatorische, dieses Mal sehr schnell abgeschlossene Werwolf-Spiel.

 

Mörder gesucht – Krimidinner zur Schreibnacht

Dass die Nacht in der Bibliothek ziemlich schlaflos verlaufen wird, war eigentlich von Anfang an klar. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben sich zu einer Art Gesetzmäßigkeit entwickelt, die auch niemand auch nur ansatzweise ändern möchte. Aber in diesem Jahr gibt es einen entscheidenden Unterschied zu den vorherigen Schreibnächten:

Statt zu schreiben, wird gemeinsam gekocht und zwischen den drei Gängen ein Mörder gesucht, was sich als eine sehr langwierige Angelegenheit herausstellt.

Aber nach sechs Stunden sind alle Hinweise entschlüsselt, alle Briefumschläge gefunden und das Rätsel gelöst. Am besten gefällt mir die dabei gewonnene Erkenntnis einer Teilnehmerin: „Die Wahrheit ist, dass es keine Wahrheit gibt.“ Nun hängen alle ein bisschen in den Seilen, aber während ich zum dritten Mal die Spülmaschine in Gang setze, toben alle völlig entfesselt durch die Bibliothek und spielen Verstecken.

Es ist faszinierend zu beobachten, wieviel Spaß dem Kindesalter längst entwachsene und teilweise auch erwachsene Jugendliche an diesem Spiel haben. Manche haben sich auch abgeseilt, diskutieren, philosophieren, lesen oder – SCHREIBEN! Mittlerweile ist es 3.30 Uhr, Müdigkeitsattacken werden tapfer ignoriert.

Isomatten und Schlafsack tendieren immer mehr zur Atrappe und scheinen die Nacht vergeblich auf ihre Nutzer zu warten, denn was wäre ein Treffen der Schreibwerkstatt ohne Werwolfspiel? Das muss einfach sein, obwohl es draußen schon wieder hell wird, wie alle erstaunt bemerken, ohne allerdings in Erwägung zu ziehen, sich schlafen zu legen. Es gibt doch noch so viel zu besprechen und Schlaf wird einfach überbewertet.

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Um 4.52 Uhr siegt bei der Mehrzahl die Vernunft oder auch die Übermacht der Müdigkeit. Kurze Zeit später hört man zarte bis heftige Schnarchgeräusche aus allen Ecken der Bibliothek.

Manche allerdings laufen in den frühen Morgenstunden zur Höchstform auf und schmettern Kanons und andere fröhliche Weisen. Junge Leute, die sich noch nie vorher gesehen haben, verschmelzen zu einer faszinierenden Interessengemeinschaft, die den Anschein einer innigen, langjährigen Freundschaftsbeziehung hinterlässt. Es wächst zusammen, was zusammengehört, so ist der Eindruck des Betrachters. Und genau so soll es sein. Wunderbar!

Drei Stunden später. Die Heinzelmännchen haben nach einer halben Stunde erholsamen Schlaf und einer kalten Dusche das Frühstück angerichtet. Ein willkommener Anlass, Nana Mouskouri genüsslich ihr „Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen, Sonnenschein“ per Smartphone durch die Sprechanlage schmettern zu lassen. Diesem Weckruf kann niemand entkommen und ganz langsam füllt sich die zum Speisesaal umfunktionierte Artothek mit schweigsamen Untoten, an denen jedes an sie gerichtete, aufmunternde Wort abperlt wie Wasser von Gummistiefeln und widerstandslos im Raum verebbt. Unter Aufbietung der letzten Kraftreserven nehmen die meisten in Zeitlupe ein recht fadenscheiniges Frühstück zu sich.

Tatsächlich kommen dann doch noch Gespräche in Gang beziehungsweise werden nahtlos fortgesetzt. Das Krimidinner wird hochgelobt, es hat allen Spaß gemacht und war sehr realitätsnah, wie viele sagen. Die Diskussion gipfelt in der Aussage: „Nächstes Jahr wünschen wir uns einen toten Cellisten, aber der darf nicht schnarchen!“ Auch die Idee einer monatlichen Schreibnacht wird favorisiert.

Fazit: Eine sehr anstrengende, weil schlaflose Nacht, aber die Freude, der Zusammenhalt und die gegenseitige Bereicherung überwiegen deutlich. Gerne wieder, Ihr Lieben!

Wer mag, kann sich HIER alle Fotos der Nacht anschauen.

Blackout-Poems

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In der gestrigen Schreibwerkstatt ließen wir uns von einer kleinen Notiz in der ZEIT über die Vorher / Nachher – Lyrik-Werkstatt einer 10. Klasse inspirieren. Wir selektierten in Zeitungsartikeln und makulierten Büchern Wörter, die uns ansprachen und schwärzten den Rest. Danach wurden die ausgewählten Worte wie ein Gedicht vorgetragen. Bei manchen klang das etwas dadaistisch, doch einige Beispiele dieses Textexperimentes waren verblüffend sinn- und eindrucksvoll.

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In einer weiteren Schreibübung beschäftigten wir uns mit der Wechselwirkung von Wohnungstyp / Wohnverhältnissen und Charakter des Menschen. Kam zunächst der Schreibfluss nur stockend in Gang, musste er wegen der fortgeschrittenen Zeit leider gewaltsam gestoppt werden. Es entstanden sehr spannende Geschichten, die auf ihre Vollendung warten, wie sich beim anschließenden Vorlesen herausstellte. Vielleicht zur Schreibnacht? Diese findet vom 27. bis 28.07.2019 in der Mark-Twain-Bibliothek statt.

Detailinformationen zur Schreibnacht

Von Worten und Klängen – Schreibwerkstatt in den Gärten der Welt

Schon vor Monaten erhielten wir von der Projektleiterin der artecom Veranstaltungs-GmbH & Co. KG die Anfrage, ob wir zu Pfingsten in den Gärten der Welt einen kleinen Schreibworkshop mit kurzen Wortbeiträgen der Besucher gestalten könnten. Für diesen Pfingstsonntag war die Veranstaltung „Rendezvous im Garten“ geplant unter dem Motto „Tiere im Garten“.  Wir hatten schon zum IGA-Schreibwettbewerb zusammengearbeitet und die Projektleiterin erinnerte sich nun an uns. Natürlich haben wir sofort zugesagt und uns mit einen kleinen Vorrat an Schreibaufgaben zum Thema Tiere zugelegt.

Bei schönstem Wetter nahmen wir gut vorbereitet die uns zur Verfügung gestellten Tische, Bänke und Zelt in Beschlag und breiteten uns dort neben dem Bücherbus des Stadtbezirks Mitte flächendeckend aus mit Werbematerial, Wortschatzkiste, einer Satzproduktionswerkstatt, Schreibanregungen und -spielen, Plakaten, Papier und Stiften.

Am Wegesrand standen sogenannte Kundenstopper, auf denen auch wir als Programmpunkt angekündigt waren.

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Wie geplant legten wir gegen 14 Uhr los und hatten sogleich die ersten „Kunden“ – eine Großfamilie, bestehend aus Oma, Opa, Mama, Papa, Tante und zwei Kindern, die gemeinsam Achrostichons zu ihren beiden Katzen Cosima und Flora verfassten.

Währenddessen boten wir an einem anderen Tisch an, gegen Abgabe eines Wortes dieses in einem Satz oder Gedicht zu poetisieren und dann dem Wortspender zu schenken. Natürlich schön verpackt. Dabei sind wunderschöne Zeilen entstanden:

Leider gestaltete sich diese Geschenkaktion schwieriger als gedacht.  Viele Menschen lehnten die Annahme ab. Vielleicht hatten sie Angst, dass sich dahinter eine Falle verbirgt und sie eine Gegenleistung bringen müssen. Aber wir konnten auch in viele Gesichter ein Lächeln zaubern.

Auf einer Endlosrolle konnte – wer wollte – am längsten Wort mitarbeiten, was großen Anklang fand. Das Ergebnis lautet folgendermaßen:

Blumenbeetgartenkunsttheaterstückdarstellungsauszeichnungs
bühnenfestzeltabendshowunterhaltungsentertainmentaktionsangebots
versuchsreihenfolgeberührungsmomentaufnahmenpsychologiestudiums
bewerbungstestaufgabenlösungswortfindungsaktionsblumenwiesen
experimentsdurchführungsstudienreise

Auch das Faulenzergedicht von Josef Reding wurde mit Hilfe der Gäste um etliche Zeilen erweitert:

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FAULENZEN
von Josef Reding

Manchmal möchte man faulenzen
Wie ein Gulli im Sonnenschein,
wie ein Rasenmäher im Winter,
wie eine Nachttischlampe am Tag.

Wie eine Uhr ohne Batterie,
wie ein Baum im Winter,
wie eine Katze in der Sonne,
wie ein Faultier im Herbst,
wie ein Schüler in der Schule,
wie ein Bär im Winter,
wie eine Schildkröte im Zoo,
wie eine Mohnblume im Schatten eines Baumes,
wie ein Stein, der von Wellen berührt wird,
wie eine sich kraulenlassende Katze,
wie eine Mimose im nichtstrahlenden Sonnenschein,
wie eine Schäfchenwolke im Wind,
wie satte Schafe in der Sonne.

Auch andere Texte zum Thema „Tiere“ entstanden. Hier ein paar Beispiele:

Manche versuchten sich – angelehnt an das „Avenidas“-Gedicht von Eugen Gomringer an der damit verbundenen „Konkreten Poesie“. In diesem Fall braucht man zunächst drei Wörter, die man in verschiedenen Kombinationen miteinander verbindet und denen zum Schluss durch ein viertes Wort besonderes Gewicht oder auch eine Wendung verliehen wird. Eine Methode, mit der auch Schreibmuffel die poetische Ader in sich entdecken:

Schnell waren die geplanten zweieinhalb Stunden um. Während wir überlegten, was wir in welcher Reihenfolge auf der Bühne des Blumentheaters nebenan vortragen wollten, war dort durch die Techniker schon alles abgeräumt worden. Die Mikros, Lautsprecher und Sonnenschirme. Für das Publikum musste das aussehen wie Feierabend – hier findet heute nichts mehr statt. Für uns war das sehr ungünstig, denn ohne Mikro konnten wir natürlich nur die auf uns aufmerksam machen, die zufällig gerade dort vorbeiliefen. Versucht haben wir es, aber letztendlich hatten wir außer uns selbst nur zwei Zuhörer.

Auch der Aufsteller mit dem Programmablauf wurde entfernt und wir standen etwas verloren rum, weswegen wir die Sache abkürzten und uns der Aufbruchstimmung anschlossen. Das war aber auch der einzige Wermutstropfen. Der Spaß an diesem kreativen Nachmittag überwog. Bedanken möchten wir uns bei David, der uns fast bis zum Schluss mit vielen guten Ideen Gesellschaft leistete. Ein Blick in sein Blog lohnt sich übrigens jederzeit. Beschwingt verabschiedeten wir uns voneinander und freuen uns nun auf die nächste Schreibwerkstatt in der Bibliothek.

Schreibwerkstatt in Bewegung

Es ist der erste Juni – Kindertag und erster Samstag des Monats. Das heißt: Schreibzirkel! Obwohl die Bibliothek einen Brücken – sprich Schließtag eingelegt hat, lassen wir uns nicht von unserem monatlichen Treffen abhalten.

Heute widmen wir uns dem Thema „Gefühle“. Wir schreiben kurze Texte, in denen entweder das Gefühl spricht oder man beschreibt eine Situation, die das Gefühl darstellt.

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Danach sammeln wir gemeinsam ganz viele Wörter zum Thema Winter, um anschließend einen Text über den Winter zu verfassen, in dem alle diese Wörter nicht vorkommen dürfen. Eine Herausforderung, die alle mit Bravour meistern.
Um Körper und Geist zu lockern, werden Bewegungsspiele eingebaut. Eins macht besonders viel Spaß:  Wir bilden Paare, einer der beiden führt den anderen mit seiner Hand dicht an dessen Augen. Der Abstand von Hand zu Gesicht soll derselbe bleiben. Er kann den anderen buchstäblich wie ein Tanzbär an der Nase herumführen.

Wir wären keine Schreibwerkstatt, wenn wir dieses Erlebnis und unsere Befindlichkeiten dabei nicht schreibend verarbeitet hätten. Ganz nach Poetry Slam-Art tragen die Teilnehmenden ihre Texte stehend vor und werden mit reichlich Applaus ermutigt und belohnt.

Zu Ehren des Kindertages gibt’s im Anschluss ein Eis bei Hausbäcker Engel und der Nachmittag endet mit zwei Runden Werwolf.

Nun freuen wir uns auf Pfingstsonntag. An diesem Tag findet in den Gärten der Welt ein Lesefest mit dem Titel „Von Worten und Klängen“ statt (14:00 Uhr bis 18:30 Uhr). Ort des Geschehens ist konkret die Wiese vor dem Irrgarten und das Blumentheater. Dort wird z.B. der Bücherbus aus Mitte stehen und die Schreibwerkstatt vertritt die Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf. Wir werden in einem Partyzelt von 14-16 Uhr mit den Besuchern kleine, lustige Schreibspiele machen zum Thema „Tiere im Garten“, während nebenan im Blumentheater die musikalische Lesung „Der gefundene Garten“ von und mit Peggy Langhans zusammen mit der Sängerin Maria Mané und dem Pianisten Manuel Bethe stattfindet. Ab 16 Uhr übernehmen wir die Bühne und die Besucher, die bei uns teilgenommen haben, können dort ihre Texte zum Besten geben, wenn sie wollen.