Streifzug von Schöneberg über Wilmersdorf nach Grunewald

Vor einiger Zeit strandeten wir schon einmal am U-Bahnhof Rathaus Schöneberg. Von der darüberführenden Brücke beeindruckte mich damals der Blick auf einen nicht enden wollenden Park. Zu Hause studierte ich den Stadtplan und stellte fest, dass dieser Grünzug sich bis nach Wilmersdorf hinzieht. Dem wollten wir nun heute am Ostermontag 2015 folgen.
 
 
 
Blick von der Carl-Zuckmayer-Brücke über dem U-Bahnhof zum Hirschbrunnen mit dem Goldenen Hirsch.
 
Skulptur auf der Brücke
 
Der architektonisch bemerkenswerte U-Bahnhof. Oben ist eine der Skulpturen zu erkennen.
 
Der Rudolf-Wilde-Park. Beginn unserer Wanderung. Fotografiert mit dem U-Bahnhof im Rücken.
 
Graffiti-Poesie
 
Der Frühling ist unverkennbar im Anmarsch.
 
Blick auf den Fennsee, leider mit viel Müll am Ufer.
 
Der Fennsee wird von der Barstraße mit dazugehöriger Brücke überquert.
 


Die Barbrücke aus einiger Entfernung. Sie wirkt ziemlich rau und uncharmant, wie eine Festung oder Industrieanlage. Wir haben durch die kleinen Fensterluken Schienen erkannt. Dank Google weiß ich nun, dass die U3 in der Brücke einen Tunnel hat.
 
Blausterne flächendeckend.
 
Passend dazu ein makellos blauer Himmel.
 
Ist das ein Rotkehlchen?
 
 
Der Park und die Idylle sind zu Ende und wir stehen an der Stadtautobahn. Eine Fußgängerbrücke namens „Hoher Bogen“ führt über den tosenden Verkehr. Wir überqueren sie in der Hoffnung auf weitere neue Eindrücke.


Wilmersdorfer Sekundar-Schule in der Cunostraße. Schön, schön… Auch so einige Botschaften entdecken wir, z.B. von Israel und Aserbaidschan.
 
…und dann wirds wieder grün. 


Wir umrunden den Hubertus-, Hertha-, Koenig- und Dianasee, deren Uferwege nicht vollständig öffentlich begehbar sind. Altehrwürdige Villen reichen mit ihren Grundstücken oftmals bis zum Wasser. 
 
Brückenfigur an der Bismarckallee.
 
 
In der Koenigsallee am Koenigsee bewundern wir dieses beeindruckende Gebäude mit vielen Reliefs und Verzierungen. Es beherbergt das Rumänische Kulturinstitut. Der königliche Baurat Wilhelm Walther hat diese Villa 1912 im Auftrag eines wohlhabenden russischen Adligen errichtet als Einfamilienhaus. Im Dritten Reich war hier die Reichsfinanzschule.




Nun folgen Villenviertel, deren Häuser durch gediegene Erhabenheit oder auch Protz den Wohlstand ihrer Besitzer zur Schau tragen. Vor dem zweiten Weltkrieg haben hier viele prominente Juden gewohnt, wie z.B. Feuchtwanger, Max Reinhardt, Sauerbruch u.a.
 



Der Osterhase in Stein gemeißelt…
 


Passend zur Gegend – der Sitz verschiedener Freimaurerlogen und Orden. 
 


Da gerade zwei Wochen vorher in Hellersdorf eine ebensolche Telefonzelle als  innovative Bücherbox eingeweiht wurde, fand ich dieses gut gefüllte Pendant am S-Bahnhof Grunewald sehr bemerkenswert.
Endstation unserer Wanderung – das Gebäude des S-Bahnhofs.
Dort befindet sich auch die Gedenkstätte „Gleis 17“, die an die Deportation der Juden im Dritten Reich erinnert.