Bunkertour Spezial Wünsdorf Waldstadt Juni 2015

Wünsdorf hat eine lange Militärgeschichte aufzuweisen. Schon vor dem ersten Weltkrieg siedelte sich hier die kaiserliche Armee an. Ich möchte hier jetzt keine militärhistorischen Abhandlungen zusammentragen, dazu bin ich zu wenig bewandert und müsste erst einmal gründlich recherchieren. Wer sich detailliert informieren möchte, dem empfehle ich das Heftchen: „Zossen Wünsdorf: Streifzüge durch eine alte Garnison“.
Nur soviel – die Geschichte nahm auch hier den üblichen Verlauf. Erst waren die kaiserlichen Truppen hier, dann die Wehrmacht, dann die Russen. 
Die Bunker wurden 1937 zu bauen begonnen und gliederten sich in die Nachrichtenzentrale Zeppelin, Maybach I und Maybach II mit jeweils 12 bzw. 11 Einzelgebäuden. Diese waren 15 m hoch, 16 m breit, 36 m lang und 9 m unterirdisch. Jedes Gebäude hatte 45 Räume in zwei oberirdischen und zwei unterirdischen Etagen. Alle Bunker waren wie ein märkisches Angerdorf angelegt und durch Stollen untertage miteinander verbunden.
1947 – 1948 erfolgte die Sprengung mit mehr oder weniger Erfolg. Danach siedelte sich die russische Armee in Wünsdorf an und errichtete eine komplett eigenständige Stadt mit ca. 30.000 Bewohnern.
 
Zur Führung kraxelt man unter Aufsicht in und zwischen den vor sich hinbröckelnden Bunkern rum und ist wider Willen beeindruckt von der Gigantomanie und sorgfältigen Arbeit der Nationalsozialisten, die den Sprengversuchen zwar nicht komplett, aber teilweise soweit standgehalten hat, dass man nach 70 Jahren immer noch die Anlagen erkennen kann. Nun folgen diverse Fotos von kaputtem Stahlbeton, dem irgendwann aber doch noch der Garaus gemacht wird – nämlich von der Natur.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Fundstücke
 
 Ein russischer Fernseher, der dafür berühmt war, gerne zu explodieren.
 
 In gestochener russischer Handschrift geführte Dokumentation.
 
 Er verabschiedet am Ausgang die Leute freundlich lächelnd.
 
 Unsere Herberge in Glashütte
 Ein lebender Tisch in Ermangelung eines hölzernen.
 
Weibertratsch vor dem wundervollen Laden „Weiberfummel“ in Glashütte