19. Januar 2026 | Steglitz-Zehlendorf (Wannsee) | Schäferberg mit Funkturm, Volkspark Klein-Glienicke, Schloss und Jagdschloss Glienicke, Böttcherberg, Glienicker Brücke, Königstraße

„Die Altardecke eines Zeitalters ist die Fußmatte des nächsten.“ (Mark Twain) – Kalenderspruch des Tages

Wieder habe ich unglaubliches Glück mit dem Wetter, das in Kombination mit dem Plan für heute meine Motivation potenziert. Oft genug habe ich den Fernmeldeturm nun schon gesehen und die Königstraße überquert und tangiert, aber heute werde ich beiden unerbittlich zu Leibe rücken. Der Bus spuckt mich direkt vor dem Mahnmal für John Schehr und Genossen aus.

Ich wage zu behaupten, dass vielen, die in der DDR zur Schule gegangen sind, der Name John Schehr ein Begriff ist. Manche können das Gedicht Erich Weinerts über die Ermordung der vier Kommunisten sogar noch auswendig:

Es geht durch die Nacht. Die Nacht ist kalt.
Der Fahrer bremst. Sie halten im Wald.
Zehn Mann Geheime Staatspolizei.
Vier Kommunisten sitzen dabei,
John Schehr und Genossen.

Der Transportführer sagt: „Kein Mensch zu sehn.“
John Schehr fragt: „Warum bleiben wir stehn?“
Der Führer flüstert: „Die Sache geht glatt!“
Nun wissen sie, was es geschlagen hat,
John Schehr und Genossen.

Sie sehn, wie die ihre Pistolen ziehn.
John Schehr fragt: „Nicht wahr, jetzt müssen wir fliehn?“
Die Kerle lachen. „Na, wird es bald?
Runter vom Wagen und rein in den Wald,
John Schehr und Genossen!“

John Schehr sagt: „So habt ihr es immer gemacht!
So habt ihr Karl Liebknecht umgebracht!“
Der Führer brüllt: „Schmeißt die Bande raus!“
Und schweigend steigen die viere aus,
John Schehr und Genossen.

Sie schleppen sie in den dunklen Wald.
Und zwölfmal knallt es und widerhallt.
Da liegen sie mit erloschenem Blick,
jeder drei Nahschüsse im Genick,
John Schehr und Genossen.

Der Wagen saust nach Berlin zurück.
Das Schauhaus quittiert: „Geliefert vier Stück.“
Der Transportführer schreibt ins Lieferbuch:
„Vier Kommunistenführer, beim Fluchtversuch,
John Schehr und Genossen.“

Dann begibt er sich in den Marmorsaal,
zum General, der den Mord befahl.
Er stellt ihn, mitten im brausenden ball.
„Zu Befehl, Exzellenz! Erledigt der Fall
John Schehr und Genossen.“

Erledigt der Fall? Bis zu einem Tag!
Da kracht seine Türe vom Kolbenschlag.
Er springt aus dem Bett. „Was wollt ihr von mir?“
„Kommt mit, Exzellenz, die Abrechnung für
John Schehr und Genossen.

John Schehr war ein führender Funktionär der KPD, der nach der Verhaftung Ernst Thälmanns 1933 von der Komintern zum Leiter der illegal arbeitenden Partei bestimmt wurde. Am 13. November 1933 wurde er durch einen Gestapo‑Lockspitzel verraten und festgenommen. Trotz schwerer Folter verweigerte er jede Aussage. Schehr und drei weitere Kommunisten – Eugen Schönhaar, Rudolf Schwarz und Erich Steinfurth – wurden von der Gestapo hier an dieser Stelle „auf der Flucht erschossen“, tatsächlich also gezielt ermordet. In der DDR wurde allerdings die dem Ganzen vorausgegangene Ermordung Alfred Kattners durch die KPD verschwiegen. Dieser war persönlicher Begleiter und Geheimkurier von Ernst Thälmann, wurde 1933 verhaftet und unter Folter, Drohungen und Versprechungen von der Gestapo als Informant angeworben. Seine Ermordung durch die KPD passte nicht in das gewünschte Geschichtsbild der DDR. Stattdessen wurden Schehr und die drei anderen Ermordeten zu reinen Opfern des Faschismus stilisiert. Besonders durch Erich Weinerts Gedicht wurde diese Erzählung jahrzehntelang verfestigt und zu einem zentralen Text des staatlich verordneten Antifaschismus. Auch in meinem Kopf tummelte sich bis heute diese Halbwahrheit.

Wer das Thema vertiefen möchte, findet hier weitere Details.

Ich jedenfalls habe wieder was dazugelernt! Immer mehr werde ich darin bestärkt, dass mir nichts Besseres passieren konnte als meine Idee zu dieser Art der Berlin-Eroberung.

Neben dem Denkmal führt eine Treppe, so wie ich sie liebe, nach oben in den Wald. Sie zeigt genau in Richtung Turm, der mich heute nicht an der Nase herumführen wird. Das Versteckspiel hat ein Ende und nach kurzem Aufstieg auf den Schäferberg stehe ich zu seinen Füßen.

Gebaut wurde er zwischen 1961 und 1963 im Auftrag der Landespostdirektion Berlin. Über große Parabolspiegel (inzwischen verschrottet) liefen Richtfunkverbindungen nach Westdeutschland, eine lebenswichtige technische Brücke über das Gebiet der DDR. Gleichzeitig sendete der Turm Fernsehprogramme wie ZDF und das dritte Programm sowie später zahlreiche UKW‑ und Mobilfunksignale. Die Bewohner von Babelsberg und Potsdam waren darüber hocherfreut, denn auch sie profitierten natürlich davon. Bis heute ist der Turm nicht zugänglich, hat aber immer noch eine wichtige Funktion, vor allem für das Mobilfunknetz. Zufrieden, ihm endlich so nahe gekommen zu sein, wende ich mich nun mit meinen Schritten Richtung Glienicker Brücke, aber nicht direkt neben der ca. 6 km langen, verkehrsreichen Königstraße, sondern parallel dazu auf einem erhöhten Waldweg. Es ist schon faszinierend – rechts und links ist nichts als Wald, und trotzdem bin ich noch in Berlin.

Überhaupt spielt Wald flächenmäßig eine große Rolle und viele breite, befahrbare Forstwege stürzen mich regelmäßig in Gewissenskonflikte. Das ist wie mit Nutztieren. Sobald sie von ihren Besitzern Namen bekommen, bauen diese ein emotionales Verhältnis zu ihnen auf. Wenn ich eine Straße mit Namen finde auf dem Stadtplan, reiben sich Ehrgeiz und Neugier die Hände und appellieren unerbittlich an meine Gründlichkeit: „Da steht aber ein Name!“ Ich schwanke zwischen „Ab und zu mal durch den Wald laufen ist doch sehr erholsam!“ und „Wenn ich jetzt auch noch die Grünflächen einbeziehe, wird die letzte Straße die zum Friedhof sein.“ Das Straßenverzeichnis des Stadtplans könnte zur Entscheidung herangezogen werden, denn dort sind die Waldstraßen nicht aufgeführt. Ich überlege noch.

Aber zurück zur Königstraße, auf der ich mich inzwischen dem Volkspark Klein-Glienicke und dem dortigen Schloss Glienicke genähert habe.

Ich lasse aber Park und Schloss mit den goldenen Torwächtern zunächst rechts liegen und strebe der Glienicker Brücke entgegen, einem der Hotspots der Grenze und des Agenten-Austauschs zwischen Westberlin und der DDR. Könnte sie reden, würden ihre Erlebnisse ein Geschichtsbuch füllen, denn nicht nur die Teilung Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg hat sie so berühmt gemacht, sondern ihre Geschichte begann schon 1663 als Pfahlbrücke als Verbindung zwischen den Potsdamer Schlössern und den Jagdgebieten auf der anderen Seite. Hundert Jahre später wurde daraus eine Zugbrücke mit Wachhäuschen, dann kam 1834 wieder Schinkel ins Spiel, er entwarf eine Backsteinbrücke mit einem hochklappbaren Durchlass für Schiffe in der Mitte. 1907 wurde die heutige Stahlbrücke eingeweiht, 1945 von der Wehrmacht gesprengt und 1949 wieder repariert. Wer hier wohl schon alles die Havel-Seen überquert hat? In der Mitte der Brücke ist durch ein Stahlband die ehemalige Grenze gekennzeichnet. Man hat zu beiden Seiten wunderbare Ausblicke auf Wald, Wasser, Potsdam, Sacrow mit Heilandskirche, Schloss Glienicke, Babelsberg, Pfaueninsel oder auch in der Gesamtheit „Preußens Arkadien“ genannt.

In meinem Bücherregal habe ich zu dem Thema ein sehr empfehlenswertes Buch gefunden: „Gärtner führen keine Kriege: Preußens Arkadien und die deutsche Teilung“ von Jens Arndt.

König Friedrich Wilhelm IV. hatte eine Vision von der absoluten Schönheit der romantischen Landschaft. Auf ihn geht die Idee der damals in Europa einmaligen Kunstlandschaft inmitten des „Großen Gartensees“ zurück, wie Lenné die den Jungfernsee durchfließende Havel nannte. Heute gehört die Potsdam-Berliner Kulturlandschaft zum Welterbe der UNESCO, ein Gesamtkunstwerk mit weitreichenden Sichtbeziehungen. Mit dem Bau der Mauer wurde davon vieles zerstört und später wieder rekonstruiert.

Nun wende ich mich dem Schloss Glienicke zu, inspiziere das Casino und umrunde neugierig die anderen Gebäude. Da im Winter nur am Wochenende geöffnet ist, komme ich nicht ins Innere, was mich aber nicht stört. Ein Hauch des vielgepriesenen italienische Flairs umweht mich angesichts der Architektur, der vermutlich im Sommer stärker zu spüren ist, wenn alles in voller Blüte steht. Doch trotzdem erweckt alles den Anschein leichter Verwahrlosung (auf den Fotos nicht zu erkennen), was sich später im Park leider fortsetzt.

Faszinierend finde ich den Klosterhof. Durch die Gitterabsperrung lugend, lasse ich meine Augen über die Wände mit den vielen Details wandern und fühle mich entfernt an die Alhambra erinnert. Eine Figur auf einem Kapitell starrt mich böse an und ich lese später in einer Broschüre, dass hier zwei angekettete Affen dargestellt sind, die Dämonen von der Kirche fernhalten sollen, vielleicht auch Besucher? Sie stammen vom Dom zu Pisa, wo sich heute stellvertretend eine Kopie befindet.

Wenn ich nicht vorher in meinem Lieblingsbuch „Verborgenes Berlin“ geblättert hätte, wäre ich an einer weiteren, dort beschriebenen Kuriosität in der Nähe der Orangerie vorbeigelaufen. Vom Weg sieht das so aus:

Aus der Nähe so:

Hier liegen fünf versteinerte Männer! Was hat es damit auf sich? Parkgestalter Prinz Carl von Preußen sammelte alles, bis hin zu halben Klöstern. Die Atlanten wurden aus schlesischem Sandstein gehauen und Mitte des 18. Jh. im Palais Donner am Festungsgraben in Berlin als tragende Säulen verwendet. Später mussten sie weichen und der Prinz kaufte sie für das Jagdschloss Glienicke. Es wurde Ende des 19. Jh. baulich verändert, die Skulpturen waren überflüssig und wurden hier abgelegt. Da liegen sie nun seit 150 Jahren und haben offenbar die Hoffnung aufgegeben, nochmal zum Einsatz zu kommen.

Der restliche Park ist geprägt von Absperrgittern und Baustellen. Im Parkführer genannte Sehenswürdigkeiten finde ich nur mit Google Maps, wie z.B. den Prinzenfriedhof:

Die Teufelsbrücke ist überhaupt nicht mehr zu sehen und wird vermutlich gerade restauriert:

Der Märchenteich ist ein Tümpel, dessen Anlage bestimmt mal sehr romantisch war. Vermutlich gehörte das Steinkreuz dazu. Es sieht aus, als wäre dort der Überlauf des Teiches gewesen, worauf auch die Brücke hindeutet. Ich habe aber nichts dazu gefunden, auch die KI ist ratlos:

Dieses Gemäuer war vielleicht mal eine Aussichtsplattform:

Grundsätzlich gefällt es mir aber trotzdem hier. Es ist wie ein Waldspaziergang mit Überraschungsmomenten. So lande ich irgendwann an einem Tor, durch das man den Park verlässt und am Krughorn ankommt, direkt gegenüber der Heilandskirche und Blick zur Pfaueninsel. Ich laufe von dort aus am Ufer zurück, vorbei am Hirschtor zur Königstraße über immer noch vereiste Wege.

Nun fix über die Straße und gegenüber rein in den Park des Jagdschlosses Glienicke. Ich bin etwas irritiert, weil am Tor steht: „Sozialpädagogische Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB)“. Bin ich falsch? Wo gehts hier zum Jagdschloss? Unentschlossen biege ich in den nächsten Weg ein, laufe entlang einer Mauer und komme sozusagen durch die Hintertür aufs Gelände, stehe aber über kurz oder lang wieder an der gleichen Stelle. Meine Erinnerung trügt mich offenbar oder ich war noch nie hier, denn ich dachte, das Jagdschloss wäre kleiner als das Schloss gegenüber, doch es ist eher umgekehrt. Seit 2007 nutzt das SFBB das Schloss als Tagungs- und Bildungsstätte für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe. Das Gebäude selbst wurde mehrfach umgebaut, zuletzt in den 1960er Jahren durch den Architekten Max Taut, der u. a. einen Glaserker als neuen Eingang schuf, der in meinen Augen wie ein Fremdkörper wirkt.

Der Park ist schnell abgeschritten, so dass ich mich nun dem Böttcherberg zuwende, einem weiteren Geheimtipp aus meinem Lieblingsbuch. Direkt zwischen Schloss und Berg schmiegt sich Klein-Glienicke, das aber zu Potsdam gehört und somit für mich eigentlich uninteressant ist. Nur soviel sei dazu gesagt, dass hier Prinz Carl Gärtnerhäuser, Felsenteiche und Sichtachsen anlegen ließ. Das Dorf wurde in die höfische Welt von Schloss Glienicke eingebunden – halb ländlich, halb königlicher Landschaftsgarten. Ganz in der Nähe, in der Griebnitzstraße wurde übrigens Kurt von Schleicher, der letzte Reichskanzler der Weimarer Republik 1934 in seinem Haus erschossen.

Der Böttcherberg war Teil der Gartenlandschaft des Glienicker Parks, seine natürlichen Erhebungen wurden genutzt, um dort eine Alpenlandschaft zu inszenieren. Das markanteste Bauwerk am Berg ist die Loggia Alexandra. Halbkreisförmig, im Stil der florentinischen Frührenaissance gestaltet, mit Marmorsäulen und pompejanischen Wandmalereien ließ sie 1869 Prinz Carl zum Gedenken an seine Schwester Charlotte (Alexandra Feodorowna) errichten. Wieder einmal danke ich im Stillen den Verfassern des Buches für diesen Tipp, denn nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen, hier im Wald umherzustromern. Nur, weil ich danach suche, entdecke ich schließlich die Loggia, noch versteckt hinter Bäumen:

Auch sie ist mit Bauzäunen abgeriegelt, wovon ich mich allerdings nicht zurückhalten lasse. Sie wurde im Jahr 2000 restauriert und mit Sicherheitsglas vor Vandalismus geschützt, weswegen ihr Inneres in voller Pracht zu bestaunen ist:

Unterhalb der Loggia befindet sich eine künstlich gestaltete Schlucht, die als Alpensteingarten und Weinberg diente, eine sogenannte Schweiz, was noch sehr gut zu erkennen ist:

Es gab sogar einen schiffbaren Minikanal im Tal, an dessen bergseitigem Ufer Häuser im Schweizer Stil standen. Nur wenige davon stehen noch:

Ich würde ja zu gerne eine Zeitreise machen, um diese Romantik pur erleben zu können. Dieser Baum kam auf jeden Fall in den Genuss, wenn auch nur von seiner Position aus:

Ein Blick auf die Uhr sagt mir, dass es Zeit wird, langsam den Rückweg anzutreten. Da ich vorhin durch den Zaun geschlüpft bin, befinde ich mich offenbar immer noch innerhalb der Absperrung, denn egal, welchen Weg ich wähle, stehe ich jedes Mal vor der Loggia. Also muss ich nochmal ein Schlupfloch suchen. Ich lasse mich von der Geräuschkulisse der B1 leiten, verlasse den Wald und stehe auf einer Straße mit vier ganz offensichtlich nicht mehr benutzten und irgendwie völlig deplatzierten Fahnenmasten mitten im Gestrüpp.

Ich könnte schwören, etwas darüber gelesen zu haben, aber meine Sekundärliteratur schweigt sich aus, selbst die KI gibt sich geschlagen, meint aber, das könnten noch Relikte der ehemaligen Grenzanlagen und Kontrollpunkte sein. Vielleicht hat sie recht.

Die Straße Am Böttcherberg und der Roedenbecksteig sind beides Straßen, die ich gar nicht auf dem Schirm hatte. Welch ein Glück, denn sie gehören tatsächlich noch zu Berlin und beinahe wären sie mir entgangen! Ich bin sowieso gespannt, ob am Ende noch Straßen übrig sind, wenn ich denke, alle geschafft zu haben (falls es soweit kommt). Der Roedenbecksteig führt gefühlt ins Nirgendwo und endet kurz vor dem Helmholtz-Zentrum. Soweit laufe ich aber nicht, sondern biege ab zur Königstraße und steige gegenüber dem John-Schehr-Gedenkstein in den Bus, der tatsächlich gerade kommt. In der S-Bahn bin ich in die ersten Seiten des Buches „Wannsee – An den Ufern deutscher Geschichte“ vertieft, als drei Pärchen zusteigen, die offenbar von der Grünen Woche kommen. Sie tauschen sich lautstark über ihre Erlebnisse aus:

Also letztes Jahr gabs ja noch vernünftige Geschenke! Ich hatte ein Salatbesteck bekommen, ein richtig gutes, aus Edelmetall! Aber der Wein – naja – wir haben ja unseren Weinlieferanten, ein ganz Lieber. Da kostet die Flasche 5,90 €, aber nicht wie hier 11 €. Ob Renate nächstes Mal wieder mitkommt? Die will ja ihre Schwestern abschaffen, haha! Die ist aber och ne ganz Lustige, die wäre heute gerne mitgekommen. Wenn die wüsste, dass wir ein Foto mit Axelchen haben! Die mag doch den Axel Schulz so dolle. Der hat sich aber auch nicht verändert, oder? Naja, er ist schon ganz schön alt geworden. Ach ja… Wir werden wieder campen. Das ist immer noch billiger als Hotel, die haben da auch alles neu gemacht, da haste wenigstens deine Ruhe…

Ich jedenfalls habe keine Ruhe mehr, packe mein Buch wieder ein und denke über Waldwege mit Namen nach. Bis Donnerstag kann ich mir noch Zeit lassen mit der Entscheidung. Falls es ein Ja wird, ist dann der Düppelner Forst im Süden mein Wandergebiet. Und dann bin ich fast durch mit Wannsee! Fast kommt Wehmut auf, aber zum Stadtbezirk gehören noch Nikolassee, Schlachtensee, Zehlendorf, Dahlem, Lichterfelde, Lankwitz und Steglitz, die mit Sicherheit ebenfalls viel zu bieten haben.

Zu Hause breite ich den Stadtplan aus, um die drei Straßen von heute abzustreichen:

4 Gedanken zu „19. Januar 2026 | Steglitz-Zehlendorf (Wannsee) | Schäferberg mit Funkturm, Volkspark Klein-Glienicke, Schloss und Jagdschloss Glienicke, Böttcherberg, Glienicker Brücke, Königstraße

  1. E.Thaten

    Liebe Frau Zimmermann, vielen Dank für Ihre historisch interessanten, gut illustrierten und humorvollen „Kiez-Begängnisse“. Ich werde bei einsetzendem Frühlingswetter auch einige Stätten besuchen,die Sie dankenswerterweise so klug und bei eisigen Temperaturen erforschen-Chapeau! Danke auch für die Literatur-Hinweise wie jetzt bei John Scheer und Genossen-wieviel ist durch Halbwahrheiten und Schweigen kaputtgemacht worden! Dabei zählt nur die Wahrheit-auch wenn sie oft unerwünscht ist-damals wie heute!
    Ihnen noch viel Erfolg und vor allem Spaß bei Ihrem spannenden Hobby und bleiben Sie gesund, E.Thaten

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    1. Renate Zimmermann Beitragsautor

      Liebe Frau Thaten, vielen Dank für Ihre Zeilen! Ich freue mich immer sehr, wenn ich andere mit meinen Eindrücken neugierig machen kann. Ich bin mir selbst so dankbar für diese Idee, die Stadt zu erlaufen. Etwas besseres hätte mir nicht einfallen können, vor allem, weil man so viel Spannendes erfährt und dazulernt. Sie können mich auch gerne mal begleiten, wenn Sie dazu Zeit und Lust haben. Es grüßt Sie herzlich Renate Zimmermann

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  2. Bettina Haubold

    Ich war heut ein bisschen krank und hatte darum Muße, dir zu folgen ohne mich anzustrengen. Es hat Spaß gemacht. Von John Schehr über angekettete Affen bis zu Grüne-Wochen-Besuchern. Das muss man erst mal können. Du wirst bestimmt mal die neue Theodora Fontana! Viele Grüße Bettina

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    1. Renate Zimmermann Beitragsautor

      Liebe Bettina, was für ein Adelstitel, den du mir prophezeist! Ich fühle mich geehrt! Mir macht das auch richtig Spaß, vor allem das Recherchieren. Ich habe schon so viel dazugelernt, was ich mir letztendlich davon merke, das steht auf einem anderen Blatt. Ich grüße dich herzlich! Renate

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