Gut, dass die Bibliothek über so einen großen Vorrat an Tischen und Stühlen verfügt, sonst wäre es schwierig geworden, alle, die zur Schreibwerkstatt strömten, unterzubringen in der Artothek. Ich freue mich sehr über das große Interesse, offenbar ist der Bedarf an solchen Angeboten groß. Schwierig wirds bloß, wenn dann alle ihre Texte vorlesen. Zu Beginn habe wir wieder das beliebte Umknick-Schreibspiel gemacht zum Aufwärmen, nach 1,5 Stunden waren wir damit fertig. Aber es hatten alle viel Spaß, und das ist schließlich das A und O.



Danach nahmen wir eine Schreibaufgabe in Angriff, die etwas mehr Überlegung erforderte. Zur Inspiration hatte ich an verschiedenen Stationen Textschnipsel hinterlegt, aus denen sich alle etwas aussuchen konnten: Personen inklusive sozialem Hintergrund, Halbsätze und Textanfänge aus Büchern zum Einstieg, ebenso Orte.




Nun gings ans Überlegen und Verarbeiten der ausgewählten Hilfsangebote. Dazu verteilten sich die Schreibenden in der Bibliothek in allen Etagen, um sich an ruhigen Plätzen besser konzentrieren zu können. Manche verkrümelten sich sogar auf den Dachgarten, obwohl es dort schon ziemlich frisch war.





Wer wollte, las danach vor der Gruppe seinen Text vor. Hier sind die Ergebnisse nachzulesen:
Den Abschluss bildete wie immer eine Runde Werwolf. Ich war dieses Mal das schielende Mädchen und habe wieder kläglich versagt. Wegen mir sind alle friedlichen Dorfbewohner gestorben und die Werwölfe haben gesiegt. Ich beherrsche nur die simplen Rollen! Nun freuen wir uns auf das nächste Treffen im Dezember, zu dem der Storytauschautor für 2025 – Jochen Schmidt – zu Gast sein wird. Er bringt ein völlig neues Konzept mit. Ich bin gespannt! Aber vorher schließen wir am 30.11.2025 das diesjährige Projekt mit Grit Poppe in einer gemeinsamen Lesung und Buchpremiere ab.
