Die Parallel-Werkstatt

Zehn Jahre gibt es nun schon die Schreibwerkstatt. Das muss gewürdigt werden! Wie kann man das besser tun als mit einem Imagevideo, dachten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Es bildete sich ein Filmteam, das finanziell unterstützt wird mit Projektmitteln und inhaltlich durch den Landesverband Kinder- und Jugendfilm. In unserem Projekt-Tagebuch findet man dazu alle Details. Der Ablauf der heutigen Schreibwerkstatt war geprägt von den Dreharbeiten, in denen authentische Momente eines typischen Schreibnachmittages eingefangen wurden und einzelne Teilnehmern für den Film interviewt wurden.

Parallel dazu tagte aber ganz normal die Schreibwerkstatt. In großer Runde im doppelten Sinn (zahl- und abstandmäßig) saßen wir in der Artothek-Sauna still vor uns hinschwitzend zusammen und schrieben in erster Runde einen Text, in dem wir Außerirdische an einem Ort auf der Erde landen ließen, der im Anschluss zu erraten war. Aus der Sicht der oder des Außerirdischen sollte dieser Ort beschrieben werden. Dafür mussten möglichst neue Begriffe und Umschreibungen benutzt werden, denn woher soll ein Außerirdischer wissen, dass eine Blume „Blume“ heißt? Während einige nach 20 Minuten fertig waren, befanden sich bei anderen die Außerirdischen noch im Anflug. Landeplätze waren – wie sich später beim Vorlesen herausstellte – unter Wasser, eine Salatschüssel, eine Schule, ein Friedhof u.a.

Danach sollten sich alle ungewöhnliche, nicht unbedingt erstrebenswerte Berufe ausdenken und auf einen Zettel schreiben. Diese wurden eingesammelt und jeder zog sich anschließend wieder einen aus dem Korb. Nun galt es, ein Bewerbungsschreiben zu verfassen, in dem zum Ausdruck kam, dass dieser Beruf schon immer der Lebenstraum desjenigen war und um damit dann in einem Bewerbungsgespräch gegenüber der Runde seine Motivation glaubhaft zu verteidigen. Dabei wurde für Tätigkeiten wie Klobürsten-, Ohrloch-, Gestank-, Anspitzer- und Kondomtester, Partyprinzessin, Alibiverschafferin, Fundbüro-Mitarbeiterin der Kanalisation, Tigermasseur, Pfandflaschenfarbenbestimmer und Kaugummiabkratzerin gekämpft. In den meisten Fällen sehr erfolgreich und vor allem auch sehr unterhaltsam:

Leider war dann schon wieder keine Zeit mehr für Werwolf, weil Renate um 18 Uhr den Nachmittag wegen eines privaten Termins knallhart beendete. Das darf nicht nochmal passieren!

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