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Kreativ sprechen statt schreiben

Als das Stammpublikum der Schreibwerkstatt an diesem Samstag so langsam eintrudelte, stockten erst mal alle an der Tür zur Artothek. „Hä? Was ist denn hier passiert? Wo ist unsere lange Tafel? Wieso stehen hier lauter einzelne Tische?“ Große Fragezeichen schwebten über den Köpfen. Grund für diese ungewohnte Tischanordnung war, dass ich heute zwei Spiele ausprobieren wollte, die ich zur Buchmesse erworben hatte. Nach den einleitenden Programmpunkten (was steht an in der Schreibwerkstatt, was ist zu erledigen oder abzuliefern, Geschenkübergabe an die Geburtstagskinder des letzten Monats) gings dann schon los mit Spiel Nr. 1.

Für dieses Escape-Spiel mussten sich die Spielenden in fünf Gruppen aufteilen. Nun galt es, mittels fünf Aufgabenkarten zu Lösungen zu kommen, die auch immer etwas mit Rechtschreibung zu tun hatten. Am Ende mussten die Gruppen gemeinsam ihr Wissen zusammentragen, um den Bösewicht zu enttarnen. Das Spiel hätte mit dem Verfassen eines neuen Zauberbuches für Letteria enden müssen, weil das Original vernichtet wurde. Aber da die Spieldynamik aufgrund des doch etwas niedrig angesetzten Niveaus mäßig war, verzichteten wir darauf.

Das zweite Spiel „Storymaker“ ist zwar bis zu 35 Teilnehmenden möglich, hat aber in so einer großen Gruppe auch seine Tücken, weil es sich ziemlich in die Länge ziehen kann. 180 Aufgaben warten auf die Mitspielenden.

Es müssen Aufgaben gelöst und dabei verschiedene Farben gesammelt werden. Wer zuerst alle sechs Farben ergattert, ruft „Storymaker“ und erfindet unter Einbeziehung der Bilder eine Geschichte. Erschwerend kommen noch Vorgaben für Perspektive und Genre dazu. Wir hebelten einfach mal die Spielregeln ein bisschen aus. Am Ende mussten alle ihre Story aufschreiben und der Gruppe vortragen.

Zwischendurch wurde natürlich gefuttert. Auch die zwei riesigen Fragewürfel, die zum Tag der Offenenen Gesellschaft am 21.06.2025 zum Einsatz kommen werden, wurden ausprobiert.

Zwei Personen im Raum tragen große gelbe Kartons während des Setups für eine Veranstaltung.

Die Schreibwerkstatt endete traditionell mit „Werwolf“, einem Spiel, dass mittlerweile einen Kultstatus erlangt hat. Doch davor las Nathan das nächste Kapitel aus seinem Buch vor, das er uns Stück für Stück zu unseren Treffen vorstellt. Auch dieses Mal hat er sehr hilfreiche Hinweise und Tipps für Änderungen aus der Gruppe erhalten, aber auch viel Lob.