26. Oktober 2026 | Spandau (Staaken) | Gartenstadt, Abstecher in die Siemens-Siedlung und zur Tourist-Information

„Schon mischt sich Rot in der Blätter Grün | Reseden und Astern sind im Verblühn | Die Trauben geschnitten, der Hafer gemäht | Der Herbst ist da, das Jahr wird spät.“ (Theodor Fontane) – Kalenderspruch des Tages

Audio-Zusammenfassung des Beitrages mittels KI:

Karte mit markierter Route in blauer Linie, die verschiedene Straßen und Orte in einer Stadt zeigt.

Schon lange habe ich mich darauf gefreut, die Gartenstadt Staaken kennenzulernen. Immer wieder begegnete mir die Erwähnung dieser Siedlung in unterschiedlichsten Publikationen und machte mich neugierig. In der Bezirkszentralbibliothek Spandau fand ich eine Festschrift der Genossenschaft Gartenstadt Staaken eG von 2004 zu deren 90jährigem Bestehen mit vielen historischen Fotos und der Beschreibung der Auf und Abs, bedingt durch Kriege, Armut, Inflation, politische und wirtschaftliche Entscheidungen, Denkmalschutz ja oder nein bis hin zum sich nähernden Ende des 99 Jahre dauernden Erbpachtvertrages. Eine höchst interessante Beschreibung der noch nicht vollendeten Gartenstadt aus dem Jahr 1918 führte mich an die Anfänge dieser damals als wegweisend betrachteten neuen Art des Wohnungsbaus. Autor des in „Wasmuths Monatshefte für Baukunst“ erschienenen Artikels war Fritz Stahl – Publizist, Kunstschriftsteller und Journalist.

Alles begann 1913 als Pilotprojekt des Reichsinnenministeriums, um ein Vorbild zu schaffen für den Bau zukünftiger Arbeitersiedlungen als Gegenstück zu den Mietskasernen der Innenstadt. Die Behörde nahm den Start selbst in die Hand, gründete eine Genossenschaft und setzte Regierungsrat Adolf Scheidt als Projektleiter ein. Der Reichsfiskus erwarb vom Kreis Oberhavelland 35 Hektar Bauland für 700.000 Mark, also zwei Mark pro Quadratmeter. Der Genossenschaft wurde das Gelände in Form des Erbbaurechts für 99 Jahre übergeben. Damit sollte Wohnraum für die Beschäftigten der Spandauer Rüstungsbetriebe geschaffen werden, aus deren Reihen acht Arbeiter in den Vorstand der Genossenschaft berufen wurden. Das Innenministerium empfahl den jungen Architekten Paul Schmitthenner, der eine Siedlung entwarf, die sich bewusst von den engen Berliner Mietskasernen unterschied. Statt dichter Blockbebauung entstanden aufgelockerte Hausgruppen mit Gärten, begrünten Straßenräumen und öffentlichen Plätzen. Anders als viele spätere Großsiedlungen war die Anlage bewusst nicht streng rasterförmig angelegt, sondern orientierte sich an traditionellen märkischen Dorfstrukturen.

Charakteristisch für Schmitthenners Entwurf war auch die Verbindung von Tradition und Moderne. Einerseits griff er auf regionale und historische Bauformen zurück, andererseits nutzte er moderne Methoden der Typisierung und Standardisierung, um die Baukosten niedrig zu halten. Fünf wiederkehrende Haustypen und vereinheitlichte Bauteile ermöglichten eine wirtschaftliche Bauweise, ohne dass die Siedlung eintönig wirkte. Im Gegenteil – durch Straßenbiegungen und Variationen der Fassadengestaltung kommt Uniformität gar nicht erst auf. Trotzdem herrscht eine wohltuende Einheitlichkeit.

Viele Grundgedanken, die in den Wohnsiedlungen der 1920er Jahre weiterentwickelt wurden, fanden hier bereits Anwendung: die genossenschaftliche Organisation, die Orientierung am Gemeinschaftsleben, die Einbindung von Grünflächen und die Planung eines vollständigen Wohnquartiers mit Schulen, Läden, zwei Kaufhäusern, einer Kirche und weiteren öffentlichen Einrichtungen. Diese gruppier(t)en sich um den Heidebergplan (früher treffender: Marktplatz) und Kirchplatz, das Zentrum und Herz der Gartenstadt. Betont wird das durch eine deutlich monumentalere Backsteinarchitektur. Rote und rotbraune Ziegel verleihen vielen Gebäuden einen bodenständigen Charakter und knüpfen an die Bautraditionen Brandenburgs und Norddeutschlands an. Die Mädchen- und Knabenschule bilden rechts und links ein Tor zum Kirchplatz, der heute gleichzeitig Schulhof ist.

Etwas irritierend finde ich den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses von 1968 – ein Lückenschluss, der noch ausstand und der sich so gar nicht in das Ensemble einfügt.

Stadtansicht mit mehreren Gebäuden, darunter ein Wohnhaus und ein historisches Gebäude, unter blauem Himmel und Bäumen im Herbst.

Fritz Stahl schreibt: „Ein ganz besonderer Reiz liegt in den Durchgängen, die neben den Straßen zu schnellerer Verbindung durch das Innere des Baublocks führen, die den Gärten gehören. Namentlich nach der Schule führen solche verkürzenden Steige, und sie werden mit ihren hübschen Durchblicken und ihren Spielwinkeln den Kindern einmal jene lieben Erinnerungen geben, die das Großstadtkind niemals hat.“ Sie gibt es immer noch, im Gegensatz zu den mittlerweile recht spärlichen Läden.

Um die Geschlossenheit der Siedlung nach außen zu betonen, gleichen die Häuser an den Rändern (Eichholzbahn, Hackbuschstraße, Finkenkruger Weg) „bewohnten Stadtmauern“, wie Fritz Stahl es ausdrückt. Die Häuser bilden eine geschlossene Reihe, nur für die Straßen gibt es Lücken und Torbögen.

Kriegsschäden gab es vor allem am Torweg / Finkenkruger Weg und im Eschenwinkel, die unter großer Anstrengung, aber auch mit Enthusiasmus Ende der 1950er Jahre gemeinsam behoben wurden. Hier die neue Bebauung im Eschenwinkel:

Ein mehrstöckiges Wohngebäude mit Balkonen und bunten Sträuchern im Vordergrund. Der Himmel ist teilweise bewölkt.

Die Grünanlagen der Gartenstadt Staaken waren von Anfang an kein dekoratives Beiwerk, sondern ein zentrales Element des gesamten Konzepts. Der Gartenarchitekt Ludwig Lesser gestaltete zwischen 1914 und 1917 ein zusammenhängendes System aus öffentlichen Grünflächen, Platzanlagen, Vorgärten und privaten Hausgärten. Hinter dieser Planung stand die damals intensiv diskutierte Frage, wie man die sozialen und gesundheitlichen Probleme der Großstadt überwinden könne. Die Gartenstadtbewegung vertrat die Auffassung, dass Licht, Luft, Grün und eigene Gärten die Lebensqualität der Bewohner verbessern würden. Die Freiflächen sollten Erholung ermöglichen, Kindern Spielräume bieten, Gemeinschaft fördern und durch Obst- und Gemüsegärten teilweise sogar zur Selbstversorgung beitragen. Aus heutiger Sicht interessant ist, dass die Grünflächen für manche Zeitgenossen durchaus als wirtschaftlicher Luxus erschienen. Während der Wohnungsnot der Kaiserzeit und später der Weimarer Republik wurde gelegentlich gefragt, ob die großzügigen Freiräume nicht besser bebaut werden sollten. Die Gartenstadtplaner argumentierten dagegen, dass gerade diese unbebauten Flächen den eigentlichen Wert der Siedlung ausmachten. Häuser, Plätze und Grünanlagen sollten eine Einheit bilden.

Interessant ist, dass der dort im Zweiten Weltkrieg errichtete Bunker im Jahr 1951 zum Teil gesprengt wurde. Zusätzlich karrte man von einem ebenfalls gesprengten Bunker in Spandau Bauschutt und Sand heran und schüttete einen kleinen Hügel auf, der fortan und bis heute als Rodelberg dient.

Auf historischen Fotos und Plänen kann man sehr gut erkennen, dass zur Grünanlage auch ein kleiner Teich gehörte – die Heidelake. Diese kann man nur noch als eine Vertiefung im Gelände erahnen, völlig zugewuchert von Schilf und anderem Gestrüpp.

Spannend wurde es, als der Erbbau-Pachtvertrag sich seinem Ende näherte, denn immer noch gehörte der Grund und Boden der öffentlichen Hand. Die Verlängerung der Pacht hätte das Sechzigfache des bisherigen Pachtzinses gekostet – unmöglich zu finanzieren. Doch nach langen und zähen Verhandlungen einigte man sich darauf, dass die Genossenschaft das Gelände für 13 Millionen DM kaufen konnte, nicht ohne vorher das Einverständnis der Mitglieder einzuholen, für die sich dadurch natürlich ihr zu zahlender Anteil deutlich erhöhte. Aber das war eine einzigartige Chance – seit Gründung der Gartenstadt war die Genossenschaft erstmals Eigentümerin des Bodens, auf dem ihre Häuser standen. Aber mit der Denkmalschutzbehörde gab und gibt es immer wieder Anlass zur Verärgerung. Während Bewohner und Eigentümer zeitgemäße Fenster, energetische Verbesserungen oder individuelle Gartengestaltungen wünschen, sieht die Denkmalpflege gerade in der Einheit von Architektur und Grünanlagen den besonderen Wert der Siedlung. Da selbst die Hausgärten Teil des geschützten Gartendenkmals sind, prallen bis heute die Interessen von Bewahrung und Veränderung aufeinander. Wenn man genau hinschaut, scheinen die Regeln aber nicht immer befolgt zu werden, denn allein schon die Fensterrahmen weichen innerhalb eines Hauses voneinander ab, was meiner Meinung nach nicht so sein dürfte.

Unbedingt erwähnt werden muss noch die Freiwillige Feuerwehr, die ursprünglich ihr Domizil im Zentrum der Gartenstadt hatte. Dort befindet sich jetzt eine Seniorenfreizeitstätte. Heute kann die Feuerwehr ein modernes und größeres Domizil am Rand in der Hackbuschstraße ihr eigen nennen.

Sollte jetzt jemand Interesse zeigen für eine Wohnung oder ein Häuschen in der Gartenstadt – es ist nicht aussichtslos und – wie ich den Wohnungsangeboten im Aushang des Genossenschaftsbüros entnehmen konnte, auch bezahlbar. Grundvoraussetzung für eine Bewerbung ist allerdings die Mitgliedschaft.

Insgesamt hinterlässt der Rundgang einen bleibenden Eindruck auf mich, ist doch die Anlage der Siedlung weitestgehend noch dieselbe wie 1917. Allerdings sind viele Häuser in einem Zustand, der auch nach 1917 aussieht. Die Instandhaltung war seit Beginn immer ein großes Thema und wird es wohl auch bleiben, wenn nicht mehr Fördergelder fließen. Man muss bedenken, dass ungewöhnlicherweise trotz Erstem Weltkrieg die Baumaßnahmen fortgeführt und vollendet wurden. Der Krieg führte schnell zu Materialknappheit, steigenden Baukosten und Arbeitskräftemangel. Viele Bauarbeiter wurden eingezogen, Baustoffe mussten rationiert werden, und zahlreiche ursprünglich geplante Ausstattungsdetails konnten nicht oder nur vereinfacht ausgeführt werden. Schnell stellten sich Mängel ein, deren Auswirkungen wohl heute noch zu spüren sind. Es bleibt zu wünschen, dass die Bewahrer dieses Kleinods mehr Unterstützung erfahren.

Obwohl ich mir viel Zeit genommen habe, ist es erst 13 Uhr und ich beschließe, schon ein bisschen vorzuarbeiten für den Donnerstag, denn für diesen Tag habe ich eine ziemlich umfangreiche Strecke eingeplant, die mich durch die Siemens-Siedlung und eine geringfügig ältere Eigenheimsiedlung am Stadtrand führen soll, also durch einen Teil des ehemaligen West-Staaken in der DDR. Trennstrich ist der Finkenkruger Weg, der zu DDR-Zeiten die Grenze zwischen Ost- und West-Staaken darstellte und jetzt ein Teil des Mauerweges ist. Zuerst wundere ich mich über eine ziemlich große Brachfläche, die sich dann aber wenigstens zum Teil durch Infotafeln erklärt. An dieser Stelle stand bis zum Mauerbau und noch einige Zeit darüber hinweg die St. Franziskus-Kirche und das Pfarrhaus. Die katholische Kirche wurde 1925 nach Plänen des Architekten Carl Kühn errichtet und war das Zentrum der katholischen Gemeinde in Staaken. Nach dem Gebietsaustausch von 1951 lag die Kirche plötzlich unmittelbar im Grenz- bzw. Sperrgebiet zwischen West-Berlin und der DDR. Bereits 1952 fand der letzte gemeinsame Gottesdienst statt; ab 1953 durften Gemeindemitglieder aus West-Berlin das Kirchengelände nicht mehr betreten. Für die DDR-Führung galt das Gebäude im Grenzstreifen als Sicherheitsrisiko. Nachdem die Gemeinde einen Ersatzstandort in der Hackbuschstraße erhalten hatte, wurde die Kirche am 1. April 1988 auf Druck der DDR abgerissen. Sie gilt als das letzte Kirchengebäude, das der Grenzpolitik der DDR zum Opfer fiel.

Ich folge der Straße bis zur Brücke am Bahnhof Staaken und erliege fast der Verlockung, dem Ruf des Cafés Pause zu folgen, aber ein Blick hinein lässt mich dann doch lieber weitergehen. Ich habe schließlich genug Proviant im Rucksack. Danach stürze ich mich aus der Beschaulichkeit der Gartenstadt hinein in die verkehrsreiche Ausfallstraße Seegefelder Weg, die bis zur Stadtgrenze, dem dortigen Bahnhof Albrechtshof und dem gleichzeitigen Stadteingang von Falkensee führt.

Merkwürdigerweise tragen bis heute in Berlin noch viele Straßen nur die Nummern, die ihnen laut Bebauungsplan zunächst zugeteilt wurden, so muss sich auch die Grenzlinie zwischen Staaken und Brandenburg mit der Nummer 339 zufrieden geben. Da immer kritisiert wird, dass viel zu wenig Straßen die Namen von verdienten Frauen tragen, was tatsächlich stimmt, könnte man doch endlich die Nummern gegen Namen austauschen und zwar ausschließlich weibliche, oder? Immerhin sind das ca. 900, wenn man der KI glauben kann. Nachzählen im Straßenverzeichnis wollte ich jetzt nicht unbedingt, aber ich finde meinen Vorschlag richtig gut.

Meine Idee ist, heute noch das Gebiet zwischen Bahnlinie und Heidelakegraben abzulaufen und ich mache mich ans Werk. Die Straßen mit dem offiziellen und etwas allgemeinen Namen „Eigenheimsiedlung“ wurden Ende der 1920er und Anfang der 1930er Jahre parzelliert und bebaut, während die Fläche östlich davon bis zum Finkenkruger Weg erst wenig später ab ca. 1932 bebaut wurde als Kleinsiedlung Staaken für die Arbeiter der Siemens AG.

Als die Siemens-Werke in den 1920er Jahren weiter expandierten, wuchs auch der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum für die Beschäftigten. In Staaken entstand deshalb eine Siedlung, die den Arbeitern ein eigenes Haus mit Garten ermöglichen sollte. Die Idee war ebenso modern wie sozial: Statt enger Mietskasernen sollten die Familien in gesunder Umgebung wohnen, Obst und Gemüse anbauen und einen Teil ihrer Versorgung selbst sichern, also eigentlich dieselbe Idee wie die der Gartenstadt.

Bemerkenswert ist die Entstehungsgeschichte der Siedlung. Viele Häuser wurden in erheblichem Maße in Eigenleistung errichtet. Die künftigen Bewohner arbeiteten häufig drei Tage pro Woche auf ihrer eigenen Baustelle und verrichteten an den übrigen Tagen ihre reguläre Tätigkeit im Siemenswerk. Erst nach Fertigstellung der Häuser und Grundstücke entschied das Los, welches Grundstück der jeweilige Siedler mit seiner Familie nutzen konnte. Auf diese Weise konnten zahlreiche Familien Eigentum erwerben, das sonst für sie kaum erschwinglich gewesen wäre. Die Siedlung wurde vor allem von kleinen Doppel- und Einzelhäusern geprägt. Die Wohnflächen waren nach heutigen Maßstäben bescheiden, dafür verfügte nahezu jedes Haus über einen vergleichsweise großen Garten. Diese Kombination entsprach dem damaligen Leitbild der Gartenstadtbewegung: wenig Wohnraum im Haus, aber viel Raum im Grünen. Die Siedler sollten sich zum großen Teil aus ihrem eigenen Garten selbst versorgen können und bekamen als Startkapital sechs Hühner überreicht, jeweils zwei Apfel-, Birnen- und Pflaumen- sowie Sauerkirschbäume, 15 Johannisbeersträucher, fünf Stachelbeersträucher und Saatgut.

Bis heute ist dieser Charakter vielerorts ablesbar. Allerdings haben sich die Wohnansprüche seit den 1920er Jahren grundlegend verändert. Während die Häuser ursprünglich oft nur wenige Zimmer boten, wünschen sich heutige Eigentümer größere Wohnflächen und modernere Grundrisse. Anders als in vielen streng geschützten Siedlungen können die Häuser nach individuellen Bedürfnissen vergrößert und modernisiert werden, weil der Denkmalschutz hier nicht greift. Dadurch hat sich die Siemens-Siedlung natürlich architektonisch verändert. Geblieben ist die originelle Vergabe der Straßennamen. Im Bebauungsplan erhielten sie damals keine Nummern, sondern Buchstaben, alphabetisch sortiert. Diese hat man als Anfangsbuchstaben für Obstsorten beibehalten, so folgt zum Beispiel dem Orangensteig der Pflaumenpfad und diesem der Quittensteig.

Eindrücke aus der Eigenheimsiedlung:

Eindrücke aus der Siemens-Siedlung:

Weil ich nun aber immer noch ein bisschen Zeit habe, nutze ich die Nähe zur Altstadt Spandau, um dort endlich mal die Tourist-Information im Gotischen Haus aufzusuchen. Das hatte ich mir schon lange vorgenommen, schließlich bin ich immer auf der Suche nach Informationen und könnte mir vorstellen, dort fündig zu werden. Außerdem habe ich die Hoffnung, eventuell die Menschen kennenzulernen, die als Social-Media-Beauftrage hinter VisitSpandau stehen und mit denen ich bisher nur virtuell zu tun hatte.

Das Gotische Haus, ein Tourist-Informationszentrum und Museum, mit einem historischen Gebäude im Vordergrund.

Ich werde freundlich begrüßt, aber die Mitarbeiterin ist eine andere und kannte mein Projekt bisher noch nicht. Das ist überhaupt nicht schlimm, denn wir unterhalten uns angeregt über den vielfältigen Stadtbezirk Spandau und tauschen uns aus über unsere Erfahrungen. Sie kennt sich natürlich bestens aus, gibt mir wertvolle Tipps und weiß, welche Broschüren für mich interessant sein könnten. Ich verlasse den Shop schwer bepackt mit Flyern und Mango- sowie Pistazien-Eierlikör mit Gin, dem ich einfach nicht widerstehen kann.

Bevor ich noch mehr Begehrenswertes als „Muss ich unbedingt haben!“ einstufe (die Gefahr besteht), trete ich den Heimweg an und freue mich auf Donnerstag. Uta Winkelmann, eine Bewohnerin der Eigenheimsiedlung, wird mich auf meinen weiteren Streifzügen dort begleiten.

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