Worte aus der Nacht gepflückt

Übernachten in der Bibliothek ist für mich nichts Neues. Schon oft habe ich Kinder und Jugendliche in Lese- und Schreibnächten durch die Dunkelheit begleitet. Doch mit Erwachsenen dieses Erlebnis zu teilen, diese besondere Atmosphäre einer so außergewöhnlich stillen Bibliothek auf sich wirken zu lassen, hatte was ganz Besonderes. Voller Erwartungen fanden sich 17 Teilnehmer ein, darunter auch David, der eine sehr empfehlenswerte Webseite Silbenton  betreibt.

Zu Gast war Antonia Isabelle Weisz, Künstlerin, poetische Spielraumeröffnerin, Ethnologin und Autorin, die auf sehr inspirierende Art und Weise Ordnung und Unordnung thematisierte.

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Sie hatte einen ganzen Koffer voll kreativer Ideen und Schreibimpulse dabei und inspirierte damit die nächtlichen Bibliotheksbesucherinnen und -besucher zu beeindruckenden Texten. Gedankengänge im wahrsten Sinne des Wortes, die dazu anregten, den Ort auf ungewöhnliche Weise zu erkunden, Elfchen, Akrosticha und neue, fast philosophische Sichtweisen auf die großen Themen Ordnung und Unordnung dienten als Lockerungsübungen für den Geist. Manche waren vermutlich am meisten von sich selbst überrascht und staunten, zu welch kreativen Texten sie fähig sind.

Gegen 24 Uhr wurden dann aber auch die aufgewecktesten Gemüter müde und zogen sich in ihre Schlafsäcke zurück. Antonia und Renate hingegen stellten aus den Texten diese wundervolle Collage zusammen, die nun als bleibendes Zeugnis einer wundervollen Nacht in der Bibliothek dieselbige schmückt.

 

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Volles Haus

Erster Samstag des Monats – das heißt Schreibwerkstatt! Es wird so voll, dass wir anbauen müssen, die Plätze reichen nicht aus. Bevor wir loslegen, müssen noch so einige Dinge besprochen werden, wie z.B. die Storytauschlesung mit Alf Ator am 24.11.2017 und die geplante gemeinsame Lesung mit den Teilnehmern der Schreibwerkstatt für Erwachsene am 15.12.2017. Ich berichte kurz über Dietmar Wischmeyer, den voraussichtlichen Storytauschautor für das nächste Jahr. Und wir wollen uns auch wieder mal als Jugendjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis bewerben und überlegen, ob wir so ein großes Projekt stemmen können. Auf jeden Fall wollen wir es versuchen!

Dann aber folgt die erste Schreibaufgabe. Es soll ein ungemütlicher, trostloser Ort beschrieben werden. Am besten im Tonfall eines Reiseprospektes, als wäre es unbedingt empfehlenswert, so einen hässlichen Ort aufzusuchen.

Anschließend wirds ziemlich unübersichtlich, aber sehr bunt auf unserem Tisch. Jeder soll acht Bilder mit Personen darauf aus Zeitungen ausschneiden, auf ein A3-Blatt kleben und mit Hilfe  von Sprechblasen diese Schnipsel in einen Zusammenhang bringen. Die Ergebnisse sind sehr interessant und amüsant und werden für alle gut sichtbar auf einer Leine angeklammert.

Wer ganz genau hinschauen möchte, für den sind die einzelnen Kunstwerke hier einsehbar.

Zum Abschluss – wie sollte es anders sein – folgen zwei Runden Werwolf. Mit so vielen Leuten macht das auch richtig Spaß. Zu futtern gabs ´ne Menge Süßkram und Eistee. Damit ist der Zuckerbedarf bis zum nächsten Mal gedeckt!

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Acker für die Welt – Preisverleihung zum Schreibwettbewerb

Bei schönstem Wetter und perfekt vorbereitet vom Weltacker-Team konnten wir am Donnerstag, den 28. September 2017 die Preisträgerinnen und Preisträger des Schreibwettbewerbes „Acker für die Welt“ einem zahlreichen Publikum vorstellen. Drei 3., zwei 2. und ein 1. Platz wurden von der Jury vergeben. Drei der Auserwählten konnten leider nicht anwesend sein, sendeten aber Grüße aus der Ferne.

Die Jury stellte die glücklichen Gewinner vor und begründete natürlich auch ihre Entscheidungen. Anschließend hatten die Auserwählten die Gelegenheit, ihre Texte dem Publikum vorzutragen. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung durch die sehr unterhaltsame Musik von Mr. Pianoman Thomas Krüger.

Die lockere, entspannte Atmosphäre ist zum großen Teil auch den fleißigen Helfern zu verdanken, die ein köstliches und auch optisch sehr ansprechendes Buffet auf den Acker gezaubert hatten. So konnte man auch Kürbis-Ingwer-Suppe löffelnd das Geschehen verfolgen.

Alle eingesendeten Texte kann man HIER nachlesen.

Die Namen der Preisträger findet ihr HIER.

Ein wunderschöner Nachmittag, für den wir allen danken – den Autorinnen und Autoren für ihre Texte, der Jury und dem unglaublich engagierten Weltacker-Team!

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Klein, aber fein

Erster Samstag im Monat – Schreibwerkstatt! Die Runde ist erlesen, manche sind noch im Urlaub, andere treiben sich auf Geburtstagspartys rum. Da sich einige noch nicht kennen, starten wir mit einer Vorstellungsrunde, in der auch Hobbys genannt werden sollen. Interessanterweise nennt dabei niemand „Schreiben“.

Ich weiß noch gar nicht so richtig, was ich heute mit den Unerschütterlichen  anstellen soll, als mir die Diskussion über das Gedicht von Eugen Gomringer an der Südwand der Alice-Salomon-Hochschule in den Sinn kommt. Kurzentschlossen mache ich das zum Thema in der Runde und alle schreiben ihre Meinung dazu auf. Dabei werden so interessante Gedanken geäußert, dass ich beschließe, die Texte an die Hochschule weiterzuleiten.

Eines meiner langfristigen Vorhaben ist die Aktualisierung unseres Youtube-Kanals und damit verbunden der Dreh eines Image-Videos. Dazu bedarf es natürlich einiger Vorbereitung und vor allem eines Drehbuches. Tim macht dazu sehr interessante Vorschläge und die anderen üben schon mal. 

Danach zieht jeder aus einer Sammlung erster Sätze einen Zettel, die als Intro einer Geschichte verwendet werden sollen. Als weiterer Input dient ein Buch mit Redewendungen, die wörtlich mit eingebaut werden sollen. Ich staune immer wieder, was für wunderbare Geschichten erfunden werden. Hier ein Beispiel.

Auch eigene Texte werden zum Besten gegeben. Oliver gibt Einblicke in sein Tagebuch, Johanna liest ihre Störsatzgeschichte vom letzten Mal vor und Tim brilliert mit einer handlungsreichen Story, die an der spannendsten Stelle endet. Wir fiebern der Fortsetzung entgegen!

Und zum Schluss – wie sollte es anders sein – spielen wir noch ´ne Runde Werwolf. Ohne geht´s nicht. Tschüss bis zum 07. Oktober!

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Ein Wochenende in Wieck

Nun sind schon wieder drei Jahre vergangen seit unserem Schreibwerkstatt-Ausflug nach Ahlbeck und der Wunsch nach einer Wiederholung wurde immer wieder geäußert. Also hatte ich die Organisation eines zweiten Ausfluges in Angriff genommen und meine Wahl fiel auf Wieck, einem beschaulichen Örtchen nahe Greifswald im gleichnamigen Bodden. Nach einigem Hin und Her, Zu- und Absagen waren es schließlich 9 Teilnehmer, mit mir 10 Personen, die sich auf die Reise begeben wollten. Wer unsere Erlebnisse teilen möchte, ist herzlich eingeladen, dieses Reisetagebuch zu lesen.

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Es ist Urlaubs- und Ferienzeit! Das macht sich auch beim August-Schreibzirkel bemerkbar. Die Runde ist wesentlich kleiner, dafür geht es aber auch ruhiger und konzentrierter zu als sonst. Wir versuchen uns mal wieder an einer Störsatz-Geschichte. Jeder schreibt für sich, bis ein Satz in die Runde gerufen wird, der sofort mit eingebaut werden muss. Die Inspiration für die Störsätze entnehmen wir dem Buch „Meine kleine Satzwerkstatt“. Das Ergebnis sind viele lange Texte mit erstaunlich elegant verarbeiteten Störsätzen.

Da demnächst zu Klassenführungen in der Bibliothek iPads zum Einsatz kommen sollen, diente die nächste Runde dem Test eines erarbeiteten Konzepts. Die Testpersonen gaben wertvolle Tipps, was man noch verbessern kann.

Es folgte eine weitere kurze Schreibrunde mit „Stille Post“, und schon war es wieder 17:30 Uhr. Noch eine Runde Werwolf, bis wir uns voneinander verabschiedeten.

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Wortschatzsuchmaschine

Sie möchten Genaueres über ein bestimmtes Wort wissen oder suchen eine Erklärung, was es bedeutet? Anstatt einer Internetrecherche oder dem Blättern im Lexikon können Sie den Begriff auf eine Karte schreiben und in den roten Briefkasten der WORT SCHATZ SUCHMASCHINE einwerfen. Eine Gruppe von Jugendlichen wird aus den eingeworfenen Worten regelmäßig einzelne auswählen und in Kleingruppen kurze Filme zu ihnen produzieren. Diese können dann im Monitor der WORT SCHATZ SUCH MASCHINE betrachtet werden.

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Seit 2014 nimmt eine Gruppe Jugendlicher aus dem autistischen Spektrum in der inklusiven Filmwerkstatt bei Dissens – Pädagogik und Kunst im Kontext e.V. an einer Reihe von Filmworkshops teil.
Statt wie bisher mit eigenen Themen und Fragestellungen, beschäftigt sich die Gruppe 2017 bis Frühjahr 2018 mit Fragen und Impulsen anderer Menschen, den Besucher*innen der Mark-Twain-Bibliothek.

Das Projekt wurde initiiert und durchgeführt von den Künstler*innen Barbara Klinker und Jo Zahn in Kooperation mit Lebensmut e.V., der Mark-Twain-Bibliothek und Dissens – Pädagogik und Kunst im Kontext e.V. (Frank Begemann) und wird gefördert von Projektfonds Kulturelle Bildung Berlin.

Hier gibts noch ein paar Fotos

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