Corona greift an – Juni

08. Juni. Nun bin ich wieder in Berlin, obwohl ich auf meiner Urlaubskarte an meine Kolleginnen und Kollegen angekündigt hatte, dass ich nicht zurückkomme. Es hat mir ausgesprochen gut gefallen in der Eifel und eine Wiederholung ist schon geplant.
Während meiner Urlaubswoche wurden weitere Lockerungen eingeführt. Unsere Besucher dürfen jetzt wieder an den OPACs recherchieren, können kopieren und sich einzeln an  Arbeitsplätzen niederlassen. Leider gibt es seitdem Probleme mit dem Tragen von Masken. Viele derjenigen, die sich häuslich niederlassen, legen ihre Mund- / Nasenbedeckung ab und wir müssen sie darum bitten, sie weiterhin zu tragen. Dadurch entstehen manchmal unschöne und vor allem unnötige Diskussionen, denn das sind ja nicht von uns eingeführte Vorschriften.

Am Samstag traf sich auch erstmals wieder die Schreibwerkstatt. Auf meinem Fußweg dorthin begegneten mir in der Eisenacher Straße zwei niedliche Waschbärenkinder, die mitten auf dem Gehweg spielten und sich durch niemanden irritieren ließen. Es bildete sich nach und nach eine Menschentraube um die beiden, die die Aufmerksamkeit zu genießen schienen. Ich erwischte sie gerade noch so mit meinem Handy, als sie sich wieder in Richtung Wuhle verkrümelten.
Zur Schreibwerkstatt kamen 17 junge Leute, die ich im Kreis platzierte, damit die Abstandregelung gewährleistet war. Es war für alle eine große Freude, sich nach langer Abstinenz wieder sehen zu können. Ein bisschen Schreiben und Werwolfspielen – und schon war der Nachmittag vorbei.
Jetzt muss für Mittwoch so einiges organisiert werden. Das wird ein ausgefüllter Tag. Erst eine Schulung in unserer Bibliothek mit Thomas Feibel: Apps für Bibliotheken, dann der Mittwochs-Podcast und der Podcast Schwebende Bücher. Übrigens – unsere Azubis haben ihre Prüfung bestanden! Darüber freue ich mich besonders.
17. Juni. Niemals hätte ich für möglich gehalten, dass ich mal so ein Hörbuch-Fan werde. Manchmal kann ich es kaum erwarten, wieder loszulaufen, weil die Geschichte so spannend ist. Jetzt kommt es sogar vor, dass ich zu Hause weiterhöre. Vor ein paar Monaten undenkbar! Gerade ist „Die Berlinreise“ von Hanns-Josef Ortheil zu Ende gegangen. Das sind autobiografische Kindheitserinnerungen an einen Berlinaufenthalt mit seinem Vater im Jahr 1964. Ich war, wie man so schön sagt – geflasht. Seine Eltern haben im Krieg und kurz danach vier Söhne verloren. Er ist der fünfte und doch Einzelkind. Wie hält man solch ein Schicksal aus?  Das Buch bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.
Corona betreffend gibt es zu berichten, dass weitere Lockerungen eingeführt wurden. Kitas sind wieder im Normalbetrieb, Schulen dann nach den Ferien. Auf Mallorca wurden die ersten Test-Urlauber (ausschließlich Deutsche) jubelnd begrüßt. Seit gestern gibt es die Corona-App, gegen die aber viele Menschen eine vehemente Abneigung zeigen. Ich halte diese Vorurteile für unbegründet. Mich haben die Informationen dazu überzeugt, dass sie nicht dem Ausspionieren dient (was ich allerdings auch zu keinem anderen Zeitpunkt gedacht habe). Jedenfalls habe ich sie auf meinem Smartphone installiert. Sie kann aber natürlich erst ihren Zweck erfüllen, wenn viele Menschen sie nutzen.
Es macht sich auch eine Corona-Müdigkeit breit, viele winken nur noch ab, immer mehr tragen keinen Mund- / Nasenschutz. Dann gibt es Rückfälle wie in Göttingen oder Neukölln, die kurz aufhorchen lassen. Doch grundsätzlich stehen meiner Meinung nach die Menschen mehrheitlich hinter den Schutzmaßnahmen. Es gibt auch Momente, in denen man wehmütig dem Lockdown hinterhertrauert: „Es war so schön ruhig auf den Straßen und viel Platz in den öffentlichen Verkehrsmitteln!“
In der Bibliothek geht es leider immer noch sehr ruhig zu, unsere Zahlen sind im Keller. Ein allgemeines Phänomen. Das mag auch an der Maskenpflicht liegen. Ich habe neulich eine Mail von einer Bekannten bekommen, in der sie sich beschwert, dass sie bei uns Mundschutz tragen musste, jetzt also sogar Bücher nur noch mit offiziell verpasstem Maulkorb ausleihen darf. Ich solle mich dagegen wehren und meine Stimme erheben. Was soll man dazu noch sagen…
Die App-Schulung war übrigens ein voller Erfolg. Hat allen viel Spaß gemacht und motiviert für die zukünftigen Gruppenführungen.

Auch unser Podcast erreicht weiterhin viel Aufmerksamkeit. Die Nutzerkurve steigt unentwegt. Jetzt wurde das musikalische Rätsel abgeschlossen und bis Samstag ist noch Zeit, das Lösungswort einzureichen. Man kann einen Gutschein für ein Jahr kostenlose Bibliotheksnutzung gewinnen.

Von ihrer allerschönsten Seite zeigt sich momentan die Natur. So ein üppiges Grün, alles blüht und wächst, die Kirschen sind reif (auf täglichen meinem Weg laufe ich an einigen wilden Kirschbäumen vorbei), es duftet intensivst, die Vögel überbieten sich gegenseitig mit ihrem Gesang. Und ganz besonders beeindruckend sind die Farben der Sonnenuntergänge:

An mir beobachte ich eine Verschiebung meines Tagesrhythmus. Meine nachtaktiven Zeiten verringern sich, mein Schlafbedürfnis steigt. Das hat auf jeden Fall mit dem täglichen 12-km-Fußmarsch zu tun. Dadurch bliebt allerdings so einiges auf der Strecke, was ich am PC zu erledigen hätte. Das gefällt mir nicht und ich habe das Gefühl, vieles nur noch oberflächlich zu erledigen. Das muss sich wieder ändern!

18. Juni. Was ich schon lange mal loswerden wollte: An ganz bestimmten Stellen meines täglichen Weges sollte ich besser meine Nase bedecken, denn das sind offenbar beliebte Hundeklos. Mittlerweile halte ich schon automatisch die Luft an, wenn ich mich ihnen nähere und sie tragen nicht gerade dazu bei, meine Toleranz den Vierbeinern bzw. deren Haltern gegenüber zu erhöhen. Was ist so schwer daran, die Hinterlassenschaften einzusammeln und zu entsorgen? Allerdings ist gerade das für viele mit der Ablage des gut gefüllten Tütchens am Wegesrand erledigt. Dort liegt es dann für die Ewigkeit konserviert. Ich finde es auch nicht richtig, dass manche drei, vier oder mehr Hunde in ihrer Wohnung halten und würde es begrüßen, wenn nur einer pro Haushalt erlaubt wäre.

Aber die blühenden Schönheiten machen diese olfaktorische Eintrübung wieder wett. Gestern habe ich die duftenden Linden mal genauer ins Visier genommen und bin fasziniert von ihrer verborgenen Eleganz. Auch eine minimale Abweichung vom täglichen Weg eröffnete mir einen neuen Blickwinkel auf das Wuhletal:

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In der Bibliothek gibt es eine neue Errungenschaft: ein automatischer Desinfektionsmittelspender am Eingang, der auch gerne genutzt wird. Und wir haben einen neuen Mitarbeiter, der im Moment noch in einem Abstellraum auf seinen Einsatz wartet. Mr. Tucholsky hat schon einige unserer ahnungslosen Mitarbeiter zu Tode erschreckt, als sie ihm beim Betreten des Raumes plötzlich gegenüberstanden. Er darf jetzt in der Bibliothek sitzen, natürlich nur mit Maske!

Der VÖBB hat sich auf weitere Lockerungen geeinigt. Gruppenführungen dürfen außerhalb der Öffnungszeiten wieder stattfinden. Das ist ein kleiner Fortschritt, so dass Kitakinder und Schulklassen kommen dürfen, aber auch nur, wenn sie keiner anderen Gruppe in unseren Räumen begegnen. Veranstaltungen ruhen weiterhin. Das schmerzt mich sehr, dadurch bricht die Kontinuität weg und wird nur mühsam wieder aufzubauen sein.

19. Juni. Vermehrt erhalte ich jetzt wieder Anfragen von Lehrerinnen und Lehrern, die Führungen für ihre Schulklassen buchen wollen. Das ist – wie ich gestern schon schrieb, grundsätzlich möglich, aber nur von 8:00 Uhr bis 9:30 Uhr. Also höchstens eine Gruppe pro Tag. Sonst sind oft 4-5 Gruppen vormittags im Haus. Da wir leider immer noch nach der Kosten-Leistungsrechnung bewertet werden und die Höhe des Etats aus diesen Zahlen berechnet wird, sind die Aussichten ziemlich düster. Denn die Einbrüche in unserer Statistik sind massiv und irreparabel. Jedenfalls für 2020.

Auf meinem Arbeitsweg habe ich heute eine traurige Entdeckung gemacht – dem Nilpferd aus Stein, an dem ich täglich vorbeilaufe und das dort vermutlich schon 30 Jahre steht, wurde das Maul abgeschlagen. Ich hoffe, dass der Schaden wieder zu beheben ist.

Dann gibt es aber auch wieder diese kleinen und trotzdem beglückenden Entdeckungen wie dieser Aufkleber an einem Straßenpoller, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern:

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Der Link führt zum Abi-Jahrgang 1997. Muss da also schon länger kleben, ist mir aber noch nie aufgefallen. Irgendwann kommt eben der Moment, der den Blick darauf fokussiert.

Mein Schritttempo ist heute von der eher gemütlichen Art. Das Hörbuch ist nämlich voller wundersamer Gedanken eines Teenagers über die erste, wirklich große, aber vergangene Liebe, die das Mädchen anhand von 43 Relikten aus dieser Zeit Revue passieren lässt. Geniale Schreibidee! (43 Gründe, warum es AUS ist) Der Himmel zieht sich zu, aber der angekündigte Regen bleibt aus.

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Am U-Bahnhof Cottbusser Platz tobt wie immer das Leben. Offenbar eine Corona-freie Zone? Die Gäste der als Nazi-Kneipe verrufenen Location und des direkt daneben befindlichen Döners feiern was auch immer und pullern an den benachbarten Blumenpavillon. Ich schäme mich fremd und bin jedes Mal froh, wenn ich in die Unterführung Richtung Kastanienallee abtauchen kann. Dort wiederum tut sich so einiges. Es gibt jetzt ein Quartiersmanagement und das macht sich positiv bemerkbar, jedenfalls zunächst bezüglich Pflege der Grünanlagen und Sauberkeit. Ich laufe gerne dort entlang und bin meinem Zuhause dann schon sehr nahe.

22. Juni. Das Wochenende war ein sehr arbeitsintensives im Garten an der Havel. Ich habe mal wieder zugewachsene Steine freigelegt und ein Beet von der fast flächendeckenden Grasnarbe befreit. Anstrengend bis zur totalen Erschöpfung, aber ein gutes Gefühl hinterlassend, dem gepflegten Grundstück wieder ein Stück näher gekommen zu sein. Abends wurden wir mit einem spektakulären Sonnenuntergang belohnt.

Der heutige Arbeitsweg hielt eine freudige Überraschung bereit – das steinerne Nilpferd ist wieder geheilt! Es hat zwar deutlich sichtbare Narben zurückbehalten, aber das ist zu verschmerzen. In unserer Bibliotheks-Montagsrunde haben wir beschlossen, im Hof und auf der Balustrade zwei Tische mit je einem Stuhl aufzustellen, damit diejenigen, die sich länger bei uns aufhalten, auch mal ohne Maske durchatmen können.

25. Juni. Vorgestern und heute nehme ich an Webinaren teil, die meinen Bildungsstand bezüglich Podcasts und Nutzung einer Plattform zur Auswertung von Kundenbefragungen und Abfrage statistischer Daten der Berliner Bibliotheken „geupdated“ haben. Hat mir wirklich was gebracht und die ersten Lernergebnisse konnte ich schon beim gestrigen Mittwochs-Podcast anwenden – das Verbinden zweier Tonspuren. Aus zwei mach eins. Ohne Corona wären das analoge Weiterbildungsveranstaltungen gewesen. Ich muss gestehen, dass mir das so besser gefällt. Praktisch am heimischen PC, der zeitliche Aufwand ist wesentlich geringer und der Lerneffekt vielleicht sogar noch besser.

Im Podcast habe ich gestern die Ehm-Welk-Bibliothek vorgestellt und besucht und bei der Gelegenheit die neue Bestuhlung des Veranstaltungsraumes bestaunen können. Macht was her:

Auch unsere Azubis waren kreativ haben eine neue thematische Ausstellung zusammengetragen – Bücher unter dem Motto „Ich bin dann mal online“:

Es wird auch wieder mal Zeit, einen Blick auf Corona zu werden. Der tägliche Lagebericht des RKI ist auf jeden Fall sehr aufschlussreich und man fühlt sich gut und seriös informiert. Darin heißt es heute:

„Die geschätzten Reproduktionszahlen (R-Wert und 7-Tages R-Wert) sind auf einen Wert um 1 bzw. darunter gesunken. Die stark erhöhten Werte in den vergangenen Tagen hängen mit lokalen Häufungen zusammen, die im Abschnitt „Ausbrüche“ beschrieben werden, wobei insbesondere der Ausbruch in Nordrhein-Westfalen eine große Rolle spielt.“

Sosehr ich auch die Maske verabscheue, sie erfüllt auf jeden Fall ihren Zweck. Aber viele tun so, als wäre alles vorbei. Das das nicht der Fall ist, beweisen die Ausbrüche an Orten, wo viele Menschen ohne die Sicherheitsvorkehrungen zusammenkommen. In NRW ging man deswegen wieder einen Schritt zurück. Ich hoffe sehr, dass die Menschen vernünftig bleiben. Seit 14 Tagen bin ich Nutzer der Corona-App. Der Risiko-Status wird darin täglich aktualisiert. Bis jetzt steht da immer: „Niedriges Risiko. Bisher keine Risiko-Begegnungen.“

Nun schreibe ich den monatlichen Newsletter der Bibliotheken weiter, der am 01.07. veröffentlicht wird. Es gibt viel zu berichten! Abonnieren kann man ihn hier.

28. Juni. Bin schwer beschäftigt mit einem neuen Projekt der Schreibwerkstatt. Wir wollen einen Imagefilm erstellen zum 10jährigen Bestehen derselben. Gestern fand ein Workshop statt mit Andrea Iannetta, einem italienischen Filmemacher und Regisseur, der sehr temporeich in einem Crashkurs vermittelt hat, worauf es ankommt und wie vorzugehen ist. Man glaubt kaum, wie aufwändig die Produktion so eines Filmchens ist. Da wir unter Zeitdruck stehen, muss das jetzt recht zackig koordiniert werden: Aufgaben verteilen, Termine setzen, Drehbuch schreiben, weitere Workshopbesuche organisieren, drehen, Tonaufnahmen machen, Filmmusik organisieren, Videos schneiden usw. Alle im Boot müssen mit einbezogen und auf dem gleichen Wissensstand gehalten werden, denn nie sind alle Teilnehmer vollständig vor Ort. Ein ambitioniertes Vorhaben! Auch im Internet und Social Media muss getextet und gepostet, sprich „getrommelt“ werden, denn wir wollen damit schließlich viele Menschen erreichen. Dafür geht das ganze Wochenende drauf, aber es macht auch Spaß und hält auf Trab. Was allerdings momentan völlig auf der Strecke bleibt, ist Lesen.

30. Juni. Habe im U-Bahnhof Cottbusser Platz folgende Inschrift entdeckt:

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Das kann man verschieden interpretieren. Was wollte uns der Urheber damit sagen? Die Grenzen sind dicht? Macht die Grenzen dicht? Wir werden es nie erfahren.

Corona-mäßig gibt es wieder eine weitere Lockerung. Ab sofort können unsere Besucher sitzend die Maske abnehmen. Gestern noch habe ich einen Mann verprellt, der Zeitung las und von mir freundlich aufgefordert wurde, das Läppchen wieder aufzusetzen. Er hat sich furchtbar aufgeregt. Ich wollte ihm anbieten, dass er doch an einem viel schöneren Platz im Freien auf unserer Balustrade ohne Gesichtsbedeckung seine Zeitung lesen kann, aber ich kam nicht zu Wort. Immer wieder unterbrach er mich, wenn ich zum Reden ansetzte. Schließlich schaffte ich es, in eine Atempause reinzugrätschen und schlagartig war er wieder ruhig. Den Vorschlag fand er sogar gut. Viel Aufregung ganz umsonst. Tja – und heute hätten wir diese Diskussion gar nicht führen müssen. Auch Kurt Tucholsky darf sich nun wieder in voller Schönheit zeigen, denn er sitzt ja ganz brav den ganzen Tag auf seinem Platz.

In der Kinderbibliothek trieb eine Mutter ihren Sohn zur Eile an: „Bitte komm jetzt. Ich muss hier raus. Ich halte das nicht aus mit der Maske! Ein andermal nehmen wir uns mehr Zeit.“ Der Junge: „Aber ich muss mir die Bücher doch erst anschauen, ob ich sie mitnehmen möchte!“ Aber er hatte keine Chance.

Und so geht das jeden Tag. Es ist traurig, wie wenig Leute momentan die Bibliothek besuchen. Hinzu kommen die Ferien, da ist es sowieso immer etwas ruhiger. Aber nicht soooo ruhig. Am Abend wandere ich nach Hause, im Ohr neue, kabellose Kopfhörer und erforsche begeistert deren Handhabung und technischen Möglichkeiten.

 

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