Die Maschine steht still

Neues Jahr – neues Werwolfspiel – neue Ideen!

Das erste Treffen der Schreibwerkstatt in diesem Jahr war in vielerlei Hinsicht anders als gewohnt. Zunächst hielt Oliver einen Kurzvortrag über Haikus, eine japanische Gedichtform. Der Einfachheit halber ganz klassisch und oldschool an einer Kreidetafel:

So ruhig war es schon lange nicht mehr in der Schreibwerkstatt, Oliver hatte die volle Aufmerksamkeit. Das schaffe ich nie! Anschließend probierten wir das natürlich gleich in zwei Runden aus und merkten, wie schwer es ist, den 5-7-5 Silbenrhythmus einzuhalten. Hier sind Kostproben von Haikus zum Thema „Schreiben“:

Gedanken und mehr
bringe ich nun zu Papier
Gefühl ist dabei
(Johanna)

Worte auf Papier
und die Sterne in der Nacht
helfen verstehen

Vielerlei Köpfe
kreative Lautstärke da
farbenfrohes rund
(Henriette)

Kreativität
nichts als reine Gedanken
Hypnose der Wand
(Gesine)

Zwischen den Welten
sind wir auf ewig verbunden
und doch weit entfernt

Der Stift in der Hand
Die geschriebenen Wörter
auf dem leeren Blatt

Werwolf spielen wir
jemand zieht eine Karte
ich gucke ihn an
(Oliver)

Der Stift liegt ruhig
in der Hand eines Schreibers
Die Fantasie schreibt

Ich hab im Leben
drei Gedichte geschrieben
das sollte reichen
(Andreas)

Einfach anfangen
Gedanken fließen lassen
stolz und glücklich sein
(Renate)

Buchstaben, Silben
Worte formulieren
Gedanken, Gefühle
(Heike)

Nun wollten wir unbedingt das neue Werwolfspiel ausprobieren:

So richtig klargekommen sind wir damit allerdings nicht. Im Vergleich zum klassischen Spiel empfanden wir dieses ziemlich langweilig. Das kann allerdings auch an meinen rudimentären Spielleiterkünsten gelegen haben.

Damit nicht genug, machten wir uns danach auf den Weg in das Lichtenberger Theater an der Parkaue, um uns das Stück „Die Maschine steht still“ anzusehen.

Grundlage dafür war die gleichnamige Science-Fiction-Kurzgeschichte von E.M. Foster, die 110 Jahre alt ist.

Sie spielt in einer Welt, in der die Menschheit unterirdisch lebt und auf eine gigantische Maschine zur Erfüllung ihrer Bedürfnisse angewiesen ist, sagt neue Techniken wie das Internet und Social Media voraus. Ziemlich schwere Kost in der Bühnenfassung von Evy Schubert. Das Stück ist ihre erste Produktion an der Parkaue. Vorher arbeitete sie unter Frank Castorf an der Volksbühne.

Unser nächstes Treffen findet wie gewohnt am nächsten ersten Samstag statt: 03.02.2018.

 

 

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